Der denkmalgeschützte Innenraum der Hedwigskathedrale, 1963 von Prof. Hans Schwippert geschaffen, seit 2018 geschlossen und im Zuge eines Radikalumbaus in Verantwortung von Erzbischof Koch zerstört.

Samstag, 27. Februar 2021

Erzbischof Koch - Ein Mini-Woelki in Berlin

Köln darf nicht vom allgemeinen Problem der Kirche ablenken

 

Als Nachfolger Woelkis auf dem Berliner Bischofstron ist Heiner Koch ein blasser Abklatsch des derzeitigen Kölner Kirchenfürsten mit rückwärtsgewandten Ansichten und zügellosem Machtanspruch.

In allem etwas kleiner und unbedeutender kopiert Koch den selbstgefälligen Woelki, der sich in seiner eingebildeten Unfehlbarkeit als unverstanden selbst bedauert.

Wie Woelki verhindert Erzbischof Koch die Veröffentlichung eines unabhängigen Gutachtens zu sexueller Gewalt und Machtmissbrauch in seinem Bistum. Im Unterschied zu Woelki gewährt Koch einen begrenzten Einblick (nur etwa 200 von über 600 Seiten), womit der trügerische Anschein von Transparenz erweckt wird. Das ist eine gängige Methode von gerissenen Machthabern, die viel zu verbergen haben. Nur Ausgewähltes, das schon bekannt geworden war und unschädlich erscheint, wird preisgegeben, um von strukturellen Problem abzulenken und Zeit zu gewinnen.

Woelkis Vorhaben während seines karrierefördernden Intermezzos in Berlin, die der Machtkonzentration und Ausdehnung klerikaler Hierarchien auf nicht theologische Verantwortungsbereiche dienen, werden von Koch weiter betrieben, der sich hierbei wie ein Nachlassverwalter gebärdet:

–      Die Zerschlagung von Pfarreien zur Etablierung einer zentralistischen Kirchenstruktur.

–      Die Enteignung der Domgemeinde St. Hedwig, um über deren Immobilien im bischöflichen Besitz nach Belieben bestimmen zu können.

–      Erzbischof Koch ließ seine Rechtsvertretung am 26.08.2019 vor Gericht seine Absichten darlegen, die nun in seiner Verantwortung umgesetzt worden sind:
„Im Zuge des geplanten Umbaus der St. Hedwigs-Kathedrale wird das ... Gesamtkunstwerk ... vollständig vernichtet.“

 

Zynismus der Zerstörer

 

 Erzbischof Heiner Koch wird als Zerstörer eines bedeutenden Zeugnisses liturgischer Erneuerung und international bewunderten Raumkunstwerks in die Geschichte eingehen. Er hat die von Woelki initiierte „vollständige Vernichtung des Gesamtkunstwerks“ in der Berliner Hedwigskathedrale als Ausführender zu verantworten.

Ohne zu wissen, wie das „Neue“ aussehen könnte, wurde der wertvolle Bestand kurzerhand rechtswidrig abgerissen, noch bevor eine Baugenehmigung vorlag und während der Fall bei Gerichten anhängig ist.

Nun, da das Kulturdenkmal "Hedwigskathedrale" in Scherben liegt, versuchen die Verantwortlichen des Erzbistums Berlin, das destruktive Umbauvorhaben schönzureden. Auf geradezu perfide Weise werden die Gläubigen in der kircheneigenen Presse "Tag des Herrn" dazu aufgerufen, durch Erinnerungen an Erlebnisse in der gerade zerschlagenen Kathedrale, den Verlust selbst zu verarbeiten, den ihnen Erzbischof Koch zufügte.

Am 07.02.2021 erschien im „Tag des Herrn“ unter dem Titel „Sternstunden in der „alten“ Kathedrale“ ein diesbezüglicher Beitrag, der hier mit Anmerkungen und Hervorhebungen wiedergegen wird.  

 


 

Sonntag, 31. Januar 2021

Die Erzbischöfe Woelki und Koch vertuschen Verbrechen

Kölns Schatten legt sich übers Land

 

In jüngster Zeit kommen die Berliner Erzbischöfe nur noch aus Köln. Sowohl Woelki als auch Koch waren Weihbischöfe im reichsten deutschen Bistum am Rhein. Sie teilen reaktionäre Ansichten und sind in die jahrelange Vertuschung von sexuellem Missbrauch involviert, die im Erzbistum Köln und anderen Bistümern die Folge strukturellen Machtmissbrauchs war und vermutlich weiter sein wird. 

Inzwischen haben 34 Priester im Erzbistum Köln in einem Brandbrief Woelki zu Konsequenzen aufgefordert. Der Diözesanrat hat dem Erzbischof die Gefolgschaft gekündigt, denn aufgrund der "ungeklärten Missbrauchsaufarbeitung" sei für Pläne des Kardinals "keine hinreichende Akzeptanz vorhanden. Man erwarte „endlich Klartext und konkrete Schritte der Verantwortung“ (rp-online).

Viele Menschen wünschten sich neben anwaltlichen Gutachten ein moralisches Schuldeingeständnis der kirchlichen Amtsträger, schreibt Maria 2.0 an den Papst am 16.01.2021. "Wir Gläubigen fragen uns, warum es unseren Hirten so schwer fällt, ihr Gewissen zu befragen und glaubwürdige Schritte der Reue und Einsicht in ihr Verhalten zu zeigen."

Woelki wird von der Anwaltskanzlei vertreten, die auch für Erdogan und die AfD agiert.

Christian Meier, Medienredakteur der WELT, veröffentlichte am 11.01.2021 einen Brief an Erzbischof Woelki. Darin beschreibt er die für das Erzbistum Köln beauftragte Anwaltskanzlei, die die Verschwiegenheiterklärung aufsetzte, mit der Journalisten sich zum Schweigen über die Hintergründe des Missbrauchsskandals verpflichten sollten. Die Kanzlei hat unter anderem Mandate für den türkischen Staatspräsidenten Erdogan und die AfD übernommen und wirbt auf ihrer Website mit dem Versprechen : „Mit ,Zuckerbrot und Peitsche‘ vermeiden wir negative Berichterstattung schon im Vorfeld. Sollten wir sie nicht ganz verhindern können, mildern wir sie zumindest ab.“  

Woelkis nutzt die "juristische Peitsche"

Woelkis Anwalt Prof. Höcker hielt am 30.12.2012 einen Vortrag beim IHK Frankfurt mit dem Thema: "Schlechte Presse, kritische Blogger, nörgelnde Kunden und motzende Mitarbeiter: Wie Unternehmen Rufschädiger mit der juristischen Peitsche stoppen, wenn das Zuckerbrot der Unternehmenskommunikation nicht mehr hilft."

 

Erzbischof Woelki wird zu einer Figur der Satire

In der ZDF-Sendung frontal21 vom 26.01.2021 taugt das narzistische Gehabe des sich selbstherrlich gebärenden Erzbischofs Woelki nur noch zur Satire:  „Toll!“

Auf diesen satirischen Beitrag von Werner Doyé und Andreas Wiemers weist folgende Abbildung hin:


 

 

Wann tritt Erzbischof Woelki endlich zurück?

Schon die Überschriften der Medienbeiträge weisen auf die längs überfällige, von vielen erwartete Konsequenz des Verantwortlichen hin. Die Titelzeilen führen als Links zu den Beiträgen der Herausgeber im Internet.


Aktualisierung

Spiegel: 01.02.2021

Erzbistum Köln – Führender Geistlicher distanziert sich von Kardinal Woelki

 

Deutschlandfunk:  31.01.2021

Erzbischof Woelki an der Spitze eines Skandals

 

Rheinische Post: 30.01.2021

Skandal um Kardinal Woelki : Rücktritt als Dienst an Mutter Kirche

 

Der Tagesspiegel:  29.01.2021

Wer glaubt Kardinal Woelki jetzt noch?


Kölner Stadt-Anzeiger:  29.01.2021

„Als moralische Instanz versagt“ Woelki-Kritik wird zur Rebellion der Basis

 

Spiegel: 29.01.2021

Gläubige rebellieren gegen Kardinal Woelki

 

Kölner Stadt-Anzeiger:  28.01.2021

Aufstand der Laien gegen Woelki Diözesanrat setzt Mitarbeit an Reformprozess aus

 

Kölner Stadt-Anzeiger:  27.01.2021

„Innere Distanzierung zur Kirche“ 34 Kölner Pfarrer schreiben Brandbrief an Woelki

 

Aktualisierung
D
W:  10.01.2021  Meinung von Christoph Strack  

(Anmerkung:  ein aufschlussreicher Kommentar zum weitreichenden Themenkomplex)

Katholische Kirche  Das hässliche Gesicht von Kirche im Fokus

 

Natürlich auch im Erzbistum Berlin werden Verbrechen vertuscht

Auch im Erzbistum Berlin wurde jahrzehntelang vertuscht, verdrängt, verheimlicht.: Hinweise auf sexuellen Missbrauch ignoriert und aktenkundige Fälle unter Verschluss gehalten. Nach Bekanntwerden des Missbrauchs am Berliner Canisius-Kolleg hatten die aus Köln gekommenen Erzbischöfe Woelki und Koch zwar Aufklärung, Intervention und Prävention versprochen, in Wirklichkeit aber behindert, bedingt auch durch die hierarchische Struktur der Kirchenspitze. Gutachter sprachen am 29.01.2021 von „systematischer Verantwortungslosigkeit“.  (dpa-Beitrag in der MOZ vom 29.01.2021)

Hintergründe und Verweise auf fehlende Transparenz:

Süddeutsche Zeitung 29.01.2021  von Matthias Drobinski
Missbrauch in der katholischen Kirche: 440 Seiten fehlen

Aktualisierung
Deutschlandfunk  02.02.2021 von Thomas Klatt
Erste Missbrauchsstudie des Erzbistums Berlin – Viel Leid, viele Fragen

 

Von Tätern und Täterfreunden ist keine Wahrheit zu erwarten

Längs bevor die Missbrauchsgutachten nach jahrelanger Verzögerung erstellt waren, wusste die Öffentlichkeit, dass sexueller Missbrauch in der Katholischen Kirche strukturell bedingt ist und geleugnet wird. Wenn es um die Aufklärung von Verbrechen geht, sollte die Wahrheit eher von den Opfern zu erwarten sein als von den Tätern und denen, die diesen Tätern hilfreich zur Seite stehen. 


Rücktritte von Verantwortlichen sind geboten

Wer aus Eigennutz die Wahrheit leugnet, sollte nicht das Wort Gottes verkünden; nicht in Gottesdiensten, Predigten oder in Veröffentlichungen und auch nicht vor Gemeinden. Auf eigenen Gewinn berechnete Sprüche klerikaler Karrieristen sind substanzlos und sicher nicht vom Heiligen Geist inspiriert.


Donnerstag, 31. Dezember 2020

Wann endlich ist Woelki weg ?

Woelki 2013: „Das Loch muss weg!“

 

„Das Loch muss weg!“ herrschte der 2011 in Berlin der neu angekommende Woelki all diejenigen an, die seit Jahrzehnten in ihrer Hedwigskathedrale Gott loben und danken.

Der harsche Ton ließ die Gemeinde erstarren. Woelkis hochdotierte Nachäffer folgten in seinem Schatten, bliesen ins gleiche Horn und vernichteten devot folgsam, was Woelki missfiel.

Die Wortwahl eines Redners lässt auf dessen Herkunft schließen.

Im moralischen Sumpf, wo Lug und Trug Gang und Gäbe sind, wird Heiliges, wie die Confessio in St. Hedwig, schamlos entwertet. Einer üblen Wurzel erwachsen natürlich weitere missliche Triebe. Nun wurde „seiner Eminenz“ Verbrüderung mit Sexualverbrechern ruchbar.

Woelkis Wiesel-Worte  

Mit Ausweichen will sich Woelki selbstgefällig aus der Verantwortung stehlen. Eine Scheinentschuldigung ohne Aufrichtigkeit oder Reue soll seine Herrschaft retten. 

 

Öffentlichkeit 2020: „Woelki muss weg“.

Die schon zu lange getäuschte Gesellschaft fordert nun jedoch Konzequenzen. Der sich windende Woeki sollte endlich von dannen kriechen. Seinen ehemaligen Kölner Weihbischofskollegen, den ihm ergebenen Koch, mag er gleich mitnehmen.


 

Links zu aktueller Presse zum erwarteten Rücktritt Woelkis

Offener Brief der Kölner Pfarrei St. Severin_19.01.2021

"Von dem Vertrauen zwischen Bischof und dem Volk Gottes, ohne das Kirche auch bei uns nicht leben kann, spüren wir gar nichts mehr."

Die Zeit_Woelkis Ja ist kein Ja_15.01.2021

Welt_Woelki soll abtreten_25.12.2020

Süddeutsche_Betroffene fordern Woelkis Rücktritt_27.12.2020

Bayrischer Rundrunk_Woelki und der Missbrauch_30.12.2020

Neues Ruhr-Wort_Pfarrer fordert Rücktritt von Woelki_30.12.2020 

 

 

Lektüre zu Woelkis Hinterlassenschaft in Berlin

Es blieb nur ein Fleck_12 / 2014

Tebartz, Woelki und die Millionen_01/ 2015

 

Sonntag, 29. November 2020

Kirche und Kommerz

Weihnachtlich werben Kirchen für Kommerz

 

Süßer die Kassen nie klingen

als zu der Weihnachtszeit,

weil dann die Kirchen fromm singen

mit dem Kommerz Seit’ an Seit’.

 

Das einträgliche Geschäft mit dem Glauben:

Das Erzbistum Berlin gleicht einer Weißwäscherei,

die im gleichen Laden Kohlehandel betreibt.

 

Siehe dazu die Pressemitteilung des Erzbistums Berlin vom 19.11.2020:


 

Link zur Pressemitteilung:

https://www.erzbistumberlin.de/medien/pressestelle/aktuelle-pressemeldungen/pressemeldung/news-title/auch-wenn-vieles-anders-wird-die-hoffnung-bleibtkirchen-und-handelsverband-schalten-die-wei/


Samstag, 31. Oktober 2020

Mit Heiner Koch ins Wasserloch

Im Reich der Olme und Molche

 

Rituale einer amphibischen Höhlensekte

aus karnevalistischer Sicht

 

Erzbischof Koch plant mit staatlicher Förderung für Unsummen ein unterirdisches, mit Beton abgedecktes Tunnelsystem.

Nur eine enge Stiege führt in den Abgrund. Von natürlichem Licht abgetrennt, werden Menschen in ein tiefes Wasserbecken geleitet, in dem sie abtauchen sollen.

Detail aus der genehmigten Bauantragsplanung zum Umbau der Hedwigskathedrale Berlin, die das Erzbistum Berlin verantwortet _mit Hervorhebung der durch Beton verschlossenen unterirdischen Ebene in deren Boden ein Tauchbecken eingesenkt ist.

 

Wieder ist kein Geld zuviel

einem Bischof in Berlin.

Der hat für sein Possenspiel

wohl den Karneval im Sinn.

 

In Verheißung neuen Lebens

steigt hinab mit Zuversicht

manch Betrogener vergebens,

denn dort fehlt das Himmelslicht.

 

Ob es regnet, ob es schneit,

selbst wenn hell die Sonne lacht,

leben dort zu jeder Zeit

Wesen in der ewgen Nacht.

 

Enge Gänge nur durchkriechend

träumt man in der Unterwelt,

Wurm und Wurzel allzeit riechend,

maulwurfgleich vom Himmelszelt.

 

Wesen, die im Höhlengrund

sonnenfern gefangen sind,

zieht es tiefer in den Schlund

und sie werden letzlich blind.

 

Und es stürzen dann die Blinden

auch zu allem Übel noch,

statt erhofftes Heil zu finden,

in ein tiefes Wasserloch.