Der denkmalgeschützte Innenraum der Hedwigskathedrale, 1963 von Prof. Hans Schwippert geschaffen.

Freitag, 31. März 2023

Kreuzabnahme vor Karfreitag

Das weithin sichtbare Kuppelkreuz von St. Hedwig, das Walter Ulbricht nicht verhindern konnte, ließ nun Heiner Koch, der Erzbischof von Berlin, zur Freude aller Atheisten vom Dach des ehemaligen Gotteshauses herunterreißen.

Ein Mausoleum der katholischen Kirche 

In christlichen Kirchen zeigt das Kreuz am höchsten Punkt des Gebäudes an, dass in ihm Gottesdienste gefeiert werden. Nun soll eine neue geometrischen Figur auf den Eingangsgiebel gesetzt werden, der nur vom Bebelplatz aus sichtbar ist. Das entspricht der Architektur von Grabmälern auf Friedhöfen. Die ehemalige Kathedrale erschiene dann mitten im Stadtzentrum wie ein monströs aufgeblähtes Mausoleum.


Altherren-Glatze oder Kinder-Popo?

Vielleicht symbolisiert die kreuzlose Kuppel von Sankt Hedwig Berlin aber auch den bedenklichen Zustand der katholischen Kirche.
Steht die glatzköpfige Bischofskirche für die Herrschaft alter Männer über die Kirche?
Oder mahnt die kreuzlose Kuppel, die wie ein blanker Kinderpopo wirkt, an die von der Kirche über Jahrzehnte vertuschte sexualisierte Gewalt gegenüber minderjährigen Schutzbefohlenen und abhängig Beschäftigten?

 

Dienstag, 28. Februar 2023

Heiner Kochs Taten widersprechen seinem Hirtenwort

Der Berliner Erzbischof Koch fordert in seinem Hirtenwort zur Fastenzeit 2023 den Schutz der Umwelt aus religiösen Gründen, während er als bischöflicher Bauherr für sein Machtzentrum und seine Residenz rücksichtslos Werte vernichtet, Ressoucen plündert und vergeudet. 

Der Hauptverantwortliche für die Zerstörung des zentralen Heiligtums im Erzbistum Berlin schwingt sich auf zum Chefankläger gegen Umweltzerstörung und  Energieverschwendung, klagt also seine eigenen destruktiven Taten selbst an.
Während Heiner Koch schamlos von Sparsamkeit predigt, schädigt er selbst aus Eitelkeit und Eigennutz Gottes Schöpfung. Baulicher Bestand, den er zerstören ließ, bot Nutzungswerte, speicherte im Bauwerk Energie und bündelte gewonnene Ressoucen, die durch Abriss vernichtet werden. Neubaumaßnahmen fordern neue Energie und Ressoucen aus dem begrenzten Fundus der endlichen, maßlos überforderten Natur.
Damit vergeht sich der Berliner Erzbischof Koch an Gottes Schöpfung, die zu bewahren, er von anderen im Hirtenwort fordert. 

Der Hirt führt seine Herde durch seine Taten ins Unglück und leitet sie überdies durch seine Worte in die Irre.


 

ZITATE AUS DEM HIRTENWORT AUF DEM PRÜFSTEIN


"Eine Frage der Haltung" überschreibt Heiner Koch sein Hirtenwort zur Fastenzeit 2023.
Die Zitate aus diesem Hirtenwort (
in violetter, kursiv gesetzter Schrift) stehen seinen eigenen Handlungen als Leiter des Erzbistums Berlin diametral entgegen:

"Das globale Klima verändert sich und zu einem wesentlichen Teil tragen wir Menschen die Schuld daran."
… und besonders Heiner Koch trägt eine wesentliche Schuld, da er die Verschwendung von Ressoucen durch Zerstörung von nutzbarem Baubestand verantwortet.


"Wie deuten wir die Klimakrise? Welchen Umgang können wir, auch hier in unserem
Erzbistum Berlin, konkret mit ihr finden? Auf welche Haltung kommt es dabei an?"

… mit der Zerstörung von wertvoller Substanz für eitle Selbstdarstellung bezeugt Heiner Koch seine Haltung gegen sparsamen Umweltverbrauch zur Bewahrung der Schöpfung.

"Ökologie der Schöpfung _
Sie drückt sich in einer Haltung der Achtung und Ehrfurcht, des Respekts und der Wertschätzung aus.
"
… Abriss und Zertrümmerung von nutzbarer Bausubstanz zeugt von einer Haltung der Missachtung und Respektlosigkeit gegenüber der sensiblen und belasteten Schöpfung Gottes.

In dem zweiten Absatz beschreibt Erzbischof Koch sein eigenes verwerfliches Handeln auf treffende Weise:
"Aus dem Garten Eden verbannt, will der Mensch Herrscher über die Natur sein und sie sich unterwerfen, aber nicht, um sie zu schützen und zu pflegen, sondern aus Gier nach Glück und Wohlstand, die ihm ein verlorenes Paradies ersetzen sollen. Er verbraucht die Natur und missbraucht sie dadurch zuletzt. Das Wohl der Mitgeschöpfe ordnet er seinen eigenen Interessen unter."
Zutreffender lässt sich Kochs egoistisches Handeln beim Bau seines eigenen Machtzentrums und seiner Residenz nicht beschreiben.

Die mit der Zerstörung von nutzbarer Bausubstanz vernichtete akummulierte Energie und durch unnötigen Neubau verbrauchte
zusätzliche Energie lässt sich auch mit den dicksten PUR-Schaum-Dämmungen in den nächsten Jahrzenhnten nicht mehr einsparen und wiedergewinnen. Auch die Ressoucenvernichtung durch Abriss und zusätzlicher Neuverbrauch schädigen unwiederbringlich Gottes Schöpfung.

Die zusammenfassenden Erkenntnisse und Handlungsvorgaben Erzbischof Kochs klingen angesichts seiner entgegengesetzten Entscheidungen in Bezug auf die St. Hedwigskathedrale und das Bernhard-Lichtenberg-Haus geradezu zynisch, die Wahrheit missachtend und propagandistisch, um eigene Schuld zu vertuschen:

"Für unsere Haltung zu Gott und zu unseren Mitmenschen gilt:
weniger Ich und mehr Du! (…) wir sollten als katholische Christinnen und Christen im Erzbistum Berlin in den nächsten zwanzig Jahren das Ziel der Klimaneutralität erreichen. Das ist kein Klimaaktionismus, sondern Zeugnis unseres Glaubens. Denn ein Weniger im Heute für uns bedeutet ein Mehr für alle in der Zukunft."

Im Hirtenwort fordert der Entscheidungsträger Heiner Koch von sich selbst, wogegen er sich unverantwortlicherweise zu Lasten kommender Generationen bei der ökologisch und ökonomisch fatalen Zerstörung der Hedwigskathedrale und des Bernhard-Lichtenberg-Hauses sträflich entschieden hat:

"Wir müssen … als Erzbistum unsere Entscheidungen so treffen, dass sie ökologisch
sozial und ökonomisch verantwortbar sind."

Als befristet eingesetzter Sachwalter des Erzbistums Berlin wäre er verpflichtet gewesen, die Werte der Diözese zu schützen, statt sie zu vernichten. Erzbischof Koch handelte nicht verantwortbar.

Montag, 30. Januar 2023

Berlins Erzbischof Koch kreiert ein schwarzes Loch – SANKT HEDWIG MITTE

Bisher war das "schwarze Loch" nur als astronomisches Phänomen bekannt, das im Weltraum zu beobachten ist. Wegen seiner destruktiven Eigenschaften wird es als dunkelste Erscheinung im Universum betrachtet, die nur als "schwarz" zu bezeichnen ist.

Drei Merkmale charakterisieren ein schwarzes Loch:
1. Es verschlingt Materie, die verschwindet oder gar zermalmt wird.
2. Es saugt alles auf, dessen es habhaft werden kann, was sich seinem Einfluss und seiner Macht nicht entziehen kann.
3. Es versperrt sich vollständig, gewährt keinen Einblick und ist eine lichtlose Fehlstelle im Raum.

Die kirchliche Leitung des Erzbistum Berlin hat sich vorgenommen, ein Modell dieser destruktiven Erscheinung als kirchliche Einrichtung im Zentrum Berlins zu installieren.
Dazu bemächtigten sich Woelki und Koch eines Grundstücks samt Kirche und Nebengebäuden, die seit einer Schenkung durch den preußischen König Friedrich II. jahrhundertelang im Eigentum der Hedwigsgemeinde war. Das bauliche Ensemble rund um die ehemalige Hedwigskathedrale soll seit 2013 in ein als "Sankt Hedwig Mitte" bezeichnetes schwarzes Loch verwandelt werden. 

Folgende Einenschaften kennzeichnen das Umbauprojekt als schwarzes Loch:
1. Alles Bestehende innerhalb der ausgeweideten Bauhülle wird zertrümmert und verschwindet.
2. Unersättlich saugt das Projekt Unmengen von Kapital und Material aus allen Teilen der umgebenden Gesellschaft, ob kirchlich gebunden oder unabhängig.
3. Mit undurchdringlicher Barriere verschanzt wird jeglicher Einblick verhindert, damit das geldverschlingende Innere verborgen und verheimlicht bleibt.

Die seit über vier Jahren hinter einer Bretterwand verborgene Abbruchstelle der ehemals kunstvoll gestalteten, denkmalgeschützten Hedwigskathedrale verschlingt mindestens 60 Millionen Euro mit einem großen Anteil staatlicher Gelder. Die für das Zerstören und Verschwenden Verantwortlichen verhindern argwöhnisch Einblick in ihr destruktives Handeln.

Vernichten, Verschlingen und Verbergen – SANKT HEDWIG MITTE erfüllt alle Kriterien eines schwarzen Loches.
Es ist katholische Dialektik à la Woelki und Koch:
Der eine tönte: "Das Loch muss weg!"
Der andere kreiert nun den Moloch – das schwarze Loch – SANKT HEDWIG MITTE. 


Zur Illustration
Zustand der vollständig ausgeweideten ehemaligen Berliner Hedwigskathedrale als Ergebnis einer mehr als vierjährigen Zerstörung des Inneren (vergleichbar der Brandruine im II. Weltkrieg), der vermeintlchen "Sanierung und Umgestaltung" bei Erzbischof Kochs Bauvorhaben SANKT HEDWIG MITTE am 03.11.2022 (Quellen: 1_Vorarlberg online vom 22.12.2022 und 2+3_Onlinepräsenz der Baumaterialfirma Max Frank _Fotos: Detlef Bluhm)

Der funktionstüchtige Bestand wurde vollständig zerstört. Die Grabkapellen liegen blos.




Zur vollständigen Trennung der Krypta vom Kirchenraum breitet sich ein wuchtiger Betonring aus.
Alle Spuren der bisherigen Nutzung des Bauwerks als Kathedrale wurden brachial herausgeschlagen.