Radikale Freilegung einer Gebäudehülle zum Einbau technischer Apparaturen
Ein jahrzehntelang mit Gebet und Glauben aufgeladener Kirchenraum – die 1963 nach der Kriegszerstörung wiedereröffnete Hedwigskathedrale – wurde ab 2019 (in Verantwortung von Erzbischof Koch) aller eingeschriebenen Erfahrungen und Erinnerungen beraubt. Ein würdevolles Gotteshaus, dessen modernes Inneres eigentlich als Denkmal zu schützen war, wurde mit Presslufthämmern bis auf das Mauerwerk ausgeschält. Inzwischen ist nur noch das Äußere der Außenwände des historische Barockgebäudes als denkmalwertes Zeugnis erhalten. Das auf den Rohbau zurückgestoßene, ruinös erscheinende Innere wurde mit Gipskarton, Putz und weißer Tünche verdeckt. Mit der klinisch kalten Oberfläche entstand beim Umbau eine Industriehalle. In dieser sterilen Kuppelhalle soll eingestelltes Mobiliar aus Platten mit Holzdekor und Filz den Aufenthalt von Menschen ermöglichen.
Eine zu den üblen Tatsachen passende Verschwörungstheorie

Bioreaktor zur psychischen Manipulation
mittels Begasung, Beschallung und Bestrahlung
Bioreaktor zur psychischen Manipulation
Die entleerte, überwölbte Kubatur ist ein Inkubator für die chemisch-physikalische Einwirkung auf menschliche Sinne.
Der radikal reduzierte Raum ist ganz auf die Reduktion von Wahrnehmungen und Empfindungen ausgerichtet. Die psychische Deformation wird durch bewußtseinsbeeinträchtigende Mittel forciert – durch Begasung, Beschallung und Bestrahlung.
Lange Einwirkungsdauer wird durch hermetischen Verschluss des großen Behältnisses zur mentalen Manipulation angestrebt – durch schwere schwarze Tore, luftdichte Verglasung der Kontrollöffnungen und Vergitterung von Ausweichmöglichkeiten.
Tagsüber werden die schwarzen Tore weit aufgerissen, um Touristen ins Innere zu locken. So wird davon abgelenkt, dass der Innenraum weder über eine funktionierende Lüftungsanlage noch durch zu öffnende Fenster mit Frischluft versorgt wird. Nur über die offenen Zugänge und die Bewegung von ein- und austretenden Kurzzeitbesuchern findet ein minimaler Luftwechsel statt. Wer auf einer Sightseeing-Tour für wenige Minuten eine Runde durch die leere Halle dreht, hat nichts zu befürchten. Problematisch wird es nur für diejenigen, die sich auf die Filzflecken rings um den Betonblock niedergelassen haben, wenn die großen schwarzen Tore zufallen und man für mehr als eine Stunde der Einwirkung von Gas, Schall und Strahlung ausgesetzt bleibt.
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| Schlitze im Annexbau zur Anzeige des Füllstands von Reservoirs blauen Giftes (möglicherweise Sedativa oder Rauschmittel) |
Das blaue Gift im Gas
Hohe senkrechte Schlitze sind in der Wand des runden Annexbaus, des Hinterzimmers, zu sehen, Durch deren Verglasung zeichnet sich etwas Blaues in unregelmäßigen Schichten ab. Die Schlitze scheinen Anzeigen des Füllstands von Reservoirs von Sedativa oder Rauschmitteln zu sein, die im Hauptraum durch die vergitterten Auslässe am Fuß der Doppelrohre vaporisiert werden.
Details zur Begasung und Vergitterung
vergitterten Auslässe am Fuß der Doppelrohre – Vergitterte Tür –
Abfluss verbrauchter Tinkturen
Dass die dafür vorgehaltene blaue, giftige Tinktur öffentlich ausgestellt wird, zeigt die Schamlosigkeit und Unverfrorenheit der Betreiber dieser Anlage. Bei einigen Veranstaltungen hat die Knappheit an Frischluft schon Schwächeanfälle bei Besuchern ausgelöst. In welchem Umfang und welcherart chemische Beimischungen durch die Begasungsanlage einströmen, müsste exakt gemessen werden. Vielleicht ist gerade eine unterschwellige Einwirkung auf die Eingeschlossenen beabsichtigt, die langfristig zu psychischen Veränderungen führen soll. Schon eine niedrige Dosis kann Abhängigkeit bewirken, die die Betroffenen immer wieder anzieht und auf diese Weise die bewusstseinsverändernde Wirkung im Laufe der Zeit entfalten kann.
Die verstörende Beschallung
Die harten Oberflächen aus Glattputz und getünchtem Gipskarton bewirkt Echoeffekte. Die über der runden Halle beim Umbau aus Gipskarton auf Stahlgerüsten eingesetzte, halbkugelförmige Scheinkuppel verstärkt die Echoerscheinungen und führt zu unangenehm empfundenen Schallinterferenzen. Eine zum Ausgleich der katastrophalen Akustik installierte Lautsprecheranlage vervielfacht nun noch diese negativen Effekte. Überlagerungen von Wortbeiträgen beeinträchtigen die Verständlichkeit. Überschneidungen von Orgelklängen und technischer Verstärkung führen zu einem konstruierten, künstlich wirkenden Tongemisch. Die Beschallung in dieser Halle wird als Dröhnen empfunden, dass Unwohlsein und Übelkeit auslösen kann.
(Grafisch ist nicht zu vermitteln, was Unerschrockene im Selbstversuch feststellen können.)
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| Eine ringförmige Batterie von 129 leistungsstarken Lichtkanonen, deren Strahleneinwirkung nicht zu entgehen ist, wurde zur Bestrahlung der Besucher installiert. . |
Die gleißende Bestrahlung
Die überwölbte Rundhalle erinnert an die Einhausung eines Kernreaktors. Nicht nur in der Form, sondern auch in der industriearten Erscheinung – glatte Oberflächen, farblos, sterile Anstriche, desinfizierbare Böden. Folgerichtig findet sich in dieser Kubatur auch keine Beleuchtung, die für den Aufenthalt von Menschen notwendig ist, wenn deren Wohlbefinden Ziel des Umbaus gewesen wäre.
Stattdessen ist eine groß dimensionierte Bestrahlungsapperatur an der höchsten Stelle im Zentrum der Scheinkuppel installiert worden. Eine ringförmig aufgebaute Batterie von 129 leistungsstarken Lichtkanonen ermöglicht die Bestrahlung jedes Ortes, den Besucher aufsuchen können, niemand kann sich der Strahleneinwirkung entziehen. (Bilder und Erläuterungen zur Bestrahlungsanlage)
Der Scheinwerferring umschließt einen über drei Meter langen Rohrschacht von 6 Meter Durchmesser. Der Rohrschacht wird oben von einer transparenten Plastikkappe abgedeckt, deren Schweißnähte sich dreiecksförmig abzeichnen. Diese mit Plaste verschlossene Lichtöffnung zieht tagsüber die Blicke von Besuchern auf sich, da es im Raum sonst kaum einen Blickfang gibt und die Sicht in Augenhöhe durch andere Besucher versperrt ist. Wer aber den Blick hebt, um vermeintlich einen Himmelsausschnitt zu sehen, setzt seine Augen dem gleißenden Scheinwerferlicht aus. Die Gefahr ist groß, mit der intensiven Strahlung die Netzhaut zu schädigen. Hat die Apparatur den Zweck, das Sehvermögen der ihr ausgesetzten Besucher zu trüben? Sollen die auf diese Weise behandelten Personen nicht mehr wahrnehmen können, was für unbeeinflusste Menschen offensichtlich ist?
Resümee
Zeitgenossen, die Kunst und Kultur weniger aufgeschlossen sind, berichten von einem puristischen, hellen Raum, den sie bei einer Tour durch Berlin Mitte gesehen haben. Da sie nur über eine kurze Aufmerksamkeitsspanne verfügen, verlassen sie recht schnell den Raum.
Sie haben das gleiche Glück wie Insekten, die nach dem Anblick der Venusfliegenfalle unbehelligt fortfliegen konnten. (Die Venusfliegenfalle ist eine Spezies aus der Familie der Karnivoren, der fleischfressenden Pflanzen).
Übler ergeht es jenen, die auf den Filzsitzen kleben bleiben oder sich noch im Inneren aufhalten, wenn die Türen sich schließen und der Ausgang nicht mehr möglich ist. Dann fallen die Eingeschlossenen der Zersetzung, der Verwandlung, der Konversion anheim.
Die Karnivoren ernähren sich von den arglosen Betrachtern ihrer Blüten.
Nur frühe Flucht schützt vor Schaden.

