Der denkmalgeschützte Innenraum der Hedwigskathedrale, 1963 von Prof. Hans Schwippert geschaffen, seit 2018 geschlossen und im Zuge eines Radikalumbaus in Verantwortung von Erzbischof Koch zerstört.

Montag, 30. August 2021

Scherzbistum Berlin

Schicksal der Hedwigskathedrale in der Gewalt des Karnevalisten Erzbischof Koch

 

Gerät ein ernster Gegenstand
in eines Albernen Besitz,
dann wird er in des Narren Hand
ganz sicher kurz danach zum Witz.

 


Wer den Karneval im Blut,
liebt nun mal die lust’gen Sachen.
Über alles, was der tut,
werden dann die Leute lachen.

 


Ein rheinischer Karnevalist,
der Denkmalabriss befiehlt,
ist ein Kulturschock für Berlin

 

Zitat von Berlins Erzbischof Heiner Koch
in der Berliner Zeitung vom 25.02.2020:
"In Berlin gibt's keinen Karneval, das ist furchtbar.
Das ist für mich wirklich ein Kulturschock gewesen,
der einzige eigentlich."


Hinweis auf den Beitrag im Juli 2021

Lug und Trug im Erzbistum Berlin 

 

Hinweis auf den Beitrag im Juni 2021

Erzbischof Woelki und Erzbischof Kochauf Abruf


 Hinweis auf den Beitrag im Mai 2021

Bischof Planlos – Heiner Kochs Irrwege

 

Samstag, 31. Juli 2021

Lug und Trug im Erzbistum Berlin

Offene Baustelle offenbart Planlosigkeit

 

Die Vertuschung von sexueller Gewalt an Schutzbefohlenen, der Machtmissbrauch bei Amtsträgern, die Rücksichtslosigkeit gegenüber Gläubigen, die Verachtung gesamtgesellschaftlicher Normen und die Täuschung der Öffentlichkeit bei der Vernichtung von Kulturerbe haben es offenbart:

Den Leitenden im Erzbistums Berlin, die vorgeben, den Glauben zu vermitteln, sollte man nicht glauben. Am tragischen Schicksal der Hedwigskathedrale ist besonders deutlich ablesbar: 

Wo vertrauensvolle Menschen bei kirchlichen Verantwortlichen auf Wahrheit und Wirkliches hoffen, wird ihnen mit Lug und Trug begegnet.  

 

Als trotziges Symbol ihrer klerikalen Macht, die stetig schwindet, wollten Woelki und Koch sich und ihren reaktionären Auffassungen ein Denkmal setzen. Als Gegner kirchlicher Reformbestrebungen sind sie auffällig geworden. Die beabsichtigte Kehrtwende zu einer Kirche des 19. Jahrhunderts sollte durch zeitgeistliches Design kaschiert werden. „Future Cathedral“ oder „Kathedrale des 21. Jahrjunderts“ sind jedoch lediglich Schlagworte. Es fehlt an tragfähigen Zielen und schlüssigen Plänen. So wurde gegen jeden vernünftigen Grund, rechtliche Einwände ignorierend und Werte missachtend ein Raumkunstwerk abgerissen und in der ehemaligen Hedwigskathedrale nur Chaos angerichtet.

 

Das denkmalgeschützte Raumkunstwerk der Hedwigskathedrale wird zertrümmert (Juli 2021).


In den Trümmern beginnt nun die dilettantische Suche nach irgend einem Ausweg. Wenn aber in einer Kirche das Kreuz stört und schon einfache Treppen planerische Probleme darstellen, sind die Aussichten düster.

In der demolierten Hedwigskathedrale wird auf Heimwerkerniveau gebastelt

(Juli 2021).

 

Seit 2018 gibt es kein katholisches Gotteshaus in Berlins historischer Mitte mehr. Ein Blick in den entleerten Kuppelsaal entarvt 2021 die Verheißungen der nassforschen Umbauverfechter als hohle Phrasen.


Die demolierte Hedwigskathedrale vermittelt ein Bild der geistlichen Leere und trostlosen Ödnis (Juli 2021).

 

Im Juli 2021 betrieb das Erzbistum Berlin eine Woche lang Umbaupropaganda vor der versperrten Baustelle mit dem verheißungsvollen Titel „Betreten erwünscht“. Es war allerdings nur wenigen selektierten Registrierten das Betreten der Baustelle „SANKT HEDWIG MITTE“ erlaubt worden. Die Werbeveranstaltung musste natürlich scheitern. Ernsthafte Pläne werden auf konkrete Nachfrage nicht offengelegt. Dafür konnte das Ausmaß der Verwüstungen fotografisch dokumentiert werden. Leere und Ödnis des mutwillig zerstörten Kulturerbes spiegeln die Gedankenwelt der selbsternannten „Vernichter“ des denkmalgeschützten Gesamtkunstwerks.

 

Die „Vernichter“ des Kulturerbes vor den Scherben ihres zerstörerischen Machtdemonstration

 

Die „Vernichter“ des Kulturerbes vor den Scherben ihrer zerstörerischen Machtdemonstration

Erzbischof Koch stellt sich selbst als „Vernichter“ dar (s. Zitat):

Zitat aus der Stellungnahme der Rechtsvertretung des Erzbischöfslichen Ordinariats Berlin vom 28.06.2019 im Urheberrechtsverfahren beim Landgericht Berlin:
„Es bleibt dabei: Im Zuge des geplanten Umbaus der St. Hedwigs-Kathedrale wird das streitgegenständliche Gesamtkunstwerk der Urheber vollständig vernichtet.“


Mittwoch, 30. Juni 2021

Erzbischof Woelki und Erzbischof Koch auf Abruf

Widmung für die Abgangsbücher

„Da sind die Unbedenklichen, die niemals zweifeln.
Ihre Verdauung so glänzend, ihr Urteil ist unfehlbar.
Sie glauben nicht den Fakten, sie glauben nur sich.
Im Notfall müssen die Fakten dran glauben.
Ihre Geduld mit sich selber ist unbegrenzt.
Auf Argumente hören sie mit dem Ohr des Spitzels.“

 

aus Bertolt Brechts „Lob des Zweifels“

 


 

 

Montag, 31. Mai 2021

Bischof Planlos – Heiner Kochs Irrwege

Wohin mit dem störenden Kreuz?

Es gab eine Zeit, da waren Casting-Shows recht populär. Das ist aber längst vorbei. Dennoch veranstaltet Erzbischof Koch eine Casting-Show für ein Kreuz auf der Kathedrale.

Wohin nur mit dem auf der Kathedrale störenden Kreuz?

Rauf oder Runter?

würdig oder spillerig?

weithin sichtbar oder erschlagend riesig

Was gefällt?

Erzbischof Heiner Kochs Kreuz-Casting-Show bei der Berliner Hedwigskathedrale

Das traditionsreiche würdige Kreuz, das im Stadtraum weithin sichtbar ist, soll abgerissen werden. (Erzbischof Koch hat Probleme, dieses Kreuz auf der Kuppel zu erkennen.)  Es sollte ersetzt werden durch ein neugestaltetes spilleriges Kuppelkreuz. Das Umbaumodell zeigte 2019 wie die Baugenehmigung 2020 eine wesentlich höhere Figur, die von weitem kaum sichtbar wäre, weil sie aus dünnen Röhren bestehen soll. Einen neuen Kandidaten präsentiert das Erzbistum Berlin im März 2021: ein erschlagend riesiges Kreuz, von der Kuppel heruntergesetzt auf den Eingangsportikus. Die offizielle Internetseite hat dessen kurzen Auftritt dokumentiert. „Probekreuz“ wird das zur Wahl gestellte Objekt bezeichnet.

Christliches Erlösungssymbol wird zum „Probekreuz“

 Das römische Hinrichtungsgerät, an dem Christus den Tod erlitt und die Schuld der Menschen auf sich nahm, ist im Christentum eigentlich das Symbol für sein Erlösungsopfer.

In der flapsigen Bezeichnung „Probekreuz“ klingt die Belanglosigkeit und Flüchtigkeit des Dekors an, mit dem Karnevalisten Sitzungsbühnen und Zugwagen ausstaffieren. In ähnlicher Manier stellt der rheinische Berliner Bischof ein riesiges „Probekreuz“ über dem Eingang aus.

Welches Kreuz wird das Rennen machen?

Freitag, 30. April 2021

Nicht der Rede wert

Katholische Kirche in Berlin

 

Eine Organisation, die ihr identitätsstiftendes Zentrum aufgibt, gerät in Vergessenheit.

Aber solange finanzieller Treibstoff zufließt, dreht sich das Rad im Verborgenen weiter. Es sind nicht idealistische Floskeln, sondern materialistische Fakten die einen Platz auf dem Karusell der Eitelkeit sichern.

 

Kapital führt zu Macht.  >

Macht erzwingt Einfluss.  >

Einfluss generiert Kapital.  >

 

Mittwoch, 31. März 2021

Eine Kirche ohne Segen

Segnungsverbot

Eine Organisation grenzt mit dem spaltenden Segnungsverbot Menschen aus, die in Liebe verbunden sind. Mit der Sinnlichkeit verbannt die katholische Kirche auch ihre Sinnhaftigkeit für Menschen. Die diffamierende Sexualmoral entlarvt den vermeintlich barmherzigen Klerus als menschenfeindlich.

 

Wer Segen verbietet, sollte weder segnen noch gesegnet werden.

Die Katholische Kirche darf keine Beziehung segnen, die nicht zu menschlicher Reproduktion führt. Diesem herzlosen Postulat einer Gruppe betagter männlicher Singles im Vatikan, pflichtete nun diensteifrig der derzeitige Kölner Erzbischof Woelki bei (FAZ, WELT, SZ). Stattdessen hatte die Öffentlichkeit von diesem taktierenden Vertuscher nur noch seinen Amtsverzicht als letzte Amtshandlung erwartet.

 

Wenn das Reproduktionspotential grundlegend ist, sollte die Kirche keinesfalls zölibatär lebende Männer weihen. Doch die Kirche tut es seit fast neunhundert Jahren, damit Würdenträger und Kirchenfürsten nicht leiblichen Erben, sondern allein der Institution ihr Vermögen hinterlassen. Deren Lebensweise, die die Unterdrückung des Geschlechtstriebs verlangt, führt nicht zu legitimem Nachwuchs, sondern mehrt allenfalls die Anzahl traumatisierter Kinder, die systembedingt Opfer sexueller Übergriffe wurden. Nach den jüngsten öffentlichkeitswirksam zelebrierten Aufklärungssimulationen von Spitzen der Katholischen Kirche sind nun die schutzbefohlenen Kinder in kirchlicher Obhut weiter dem vermehrten Risiko sexueller Gewalt ausgesetzt. Das staatlicher Kontrolle entzogene System der Katholischen Kirche, das auf Macht, Anhängigkeit, Befehlsordnung, Gehorsamkeitspflicht und Verheimlichung beruht, ist strukturell ein Nährboden für Machtmissbrauch und Sexualverbrechen. Das kirchliche Segnungsverbot homosexueller Paare ist ein triumphales Signal zum „Weiter so!“

 

Definition von Eunuchentum

Das katholische Eunuchentum (Zölibat) zwingt dienstbare Männer zur Unterdrückung ihrer Fleischeslust, ohne den Trieb physisch zu unterbinden. Der nur psychisch niedergehaltene sexuelle Drang bricht sich bisweilen in teils absonderlichen Praktiken bahn. Geistliche können dazu ihre strukturbedingte Macht über wehrlose Schutzbefohlene missbrauchen, die als bloße Objekte der Begierde zu Opfern sexueller Verbrechen werden, an denen sie lebenslang leiden.

Das katholische Eunuchentum ist also inkonsequent.

Konsequent im Sinne katholischer Sexualmoral wäre eine chirurgische Kastration der Priester bei deren Weihe.

 

Samstag, 27. Februar 2021

Erzbischof Koch - Ein Mini-Woelki in Berlin

Köln darf nicht vom allgemeinen Problem der Kirche ablenken

 

Als Nachfolger Woelkis auf dem Berliner Bischofstron ist Heiner Koch ein blasser Abklatsch des derzeitigen Kölner Kirchenfürsten mit rückwärtsgewandten Ansichten und zügellosem Machtanspruch.

In allem etwas kleiner und unbedeutender kopiert Koch den selbstgefälligen Woelki, der sich in seiner eingebildeten Unfehlbarkeit als unverstanden selbst bedauert.

Wie Woelki verhindert Erzbischof Koch die Veröffentlichung eines unabhängigen Gutachtens zu sexueller Gewalt und Machtmissbrauch in seinem Bistum. Im Unterschied zu Woelki gewährt Koch einen begrenzten Einblick (nur etwa 200 von über 600 Seiten), womit der trügerische Anschein von Transparenz erweckt wird. Das ist eine gängige Methode von gerissenen Machthabern, die viel zu verbergen haben. Nur Ausgewähltes, das schon bekannt geworden war und unschädlich erscheint, wird preisgegeben, um von strukturellen Problem abzulenken und Zeit zu gewinnen.

Woelkis Vorhaben während seines karrierefördernden Intermezzos in Berlin, die der Machtkonzentration und Ausdehnung klerikaler Hierarchien auf nicht theologische Verantwortungsbereiche dienen, werden von Koch weiter betrieben, der sich hierbei wie ein Nachlassverwalter gebärdet:

      Die Zerschlagung von Pfarreien zur Etablierung einer zentralistischen Kirchenstruktur.

      Die Enteignung der Domgemeinde St. Hedwig, um über deren Immobilien im bischöflichen Besitz nach Belieben bestimmen zu können.

      Erzbischof Koch ließ seine Rechtsvertretung am 26.08.2019 vor Gericht seine Absichten darlegen, die nun in seiner Verantwortung umgesetzt worden sind:
„Im Zuge des geplanten Umbaus der St. Hedwigs-Kathedrale wird das ... Gesamtkunstwerk ... vollständig vernichtet.“

 

Zynismus der Zerstörer

 

 Erzbischof Heiner Koch wird als Zerstörer eines bedeutenden Zeugnisses liturgischer Erneuerung und international bewunderten Raumkunstwerks in die Geschichte eingehen. Er hat die von Woelki initiierte „vollständige Vernichtung des Gesamtkunstwerks“ in der Berliner Hedwigskathedrale als Ausführender zu verantworten.

Ohne zu wissen, wie das „Neue“ aussehen könnte, wurde der wertvolle Bestand kurzerhand rechtswidrig abgerissen, noch bevor eine Baugenehmigung vorlag und während der Fall bei Gerichten anhängig ist.

Nun, da das Kulturdenkmal "Hedwigskathedrale" in Scherben liegt, versuchen die Verantwortlichen des Erzbistums Berlin, das destruktive Umbauvorhaben schönzureden. Auf geradezu perfide Weise werden die Gläubigen in der kircheneigenen Presse "Tag des Herrn" dazu aufgerufen, durch Erinnerungen an Erlebnisse in der gerade zerschlagenen Kathedrale, den Verlust selbst zu verarbeiten, den ihnen Erzbischof Koch zufügte.

Am 07.02.2021 erschien im „Tag des Herrn“ unter dem Titel „Sternstunden in der „alten“ Kathedrale“ ein diesbezüglicher Beitrag, der hier mit Anmerkungen und Hervorhebungen wiedergegen wird.