Der denkmalgeschützte Innenraum der Hedwigskathedrale, 1963 von Prof. Hans Schwippert geschaffen, seit 2018 geschlossen und im Zuge eines Radikalumbaus in Verantwortung von Erzbischof Koch zerstört.

Sonntag, 30. Juli 2023

Erzbistum Berlin wird privatisiert

Kirchen und Gemeindehäuser im Ausverkauf, religiöse Kunst im Angebot

Der Repräsentant der Institution "Kathatolische Kirche" verdrängt deren Gemeinschaft

Klimaschädlicher und nicht nachhaltiger Abriss erhaltenswerter, solider, umbaubarer Bausubstanz 

Das solide gegründete, umbaubare Gemeindehaus wurde gegen das Gebot der Nachhaltigkeit, das
Gottes Schöpfung bewahren hilft, vollständig zerstört, musste dem Bischofsvilla-Neubau weichen.

Der Abbruch des erhaltenswerten Bestands dauerte mehr als 13 Monate und kostete Unsummen.

Vergleich des abgerissenen Gemeindehauses, des modernen, soliden und umbaufähigen Anbaus an das "Bernhard-Lichtenberg-Haus" aus den 70-iger Jahren, mit dem nun kleiner geplanten Neubau, der hauptsächlich als Residenz der Kleriker der Bistumsleitung dient und kaum Gemeinschaftsräume bietet.


Von einer Glaubensgemeinschaft wird Kirche zum Immobilienkonzern

Was nicht Profit abwirft, wird vom Chef Koch abgestoßen

In einem Brief fordert Erzbischof Koch, der als Baubestandsvernichter und Großinvestor auffällig geworden ist. von Gemeindemitgliedern in seiner Diözese Sparsamkeit und Verzicht.

Den Zitaten aus dem Brief des Berliner Erzbischofs Heiner Koch vom 04.07.2023 an die Pfarrgemeinden seiner Diözese (kursiv), wird sein tatsächliches Handeln in Kommentaren gegenübergestellt (in roten Buchstaben):
"… werden wir tiefe Einschnitte in den Immobilienbestand unserer Kirche vornehmen müssen."

"Auch die Verantwortung für die Schöpfung drängt uns zu einer klimagerechten Nutzung und
Modernisierung der Gebäude."

Dagegen reißt Erzbischof Koch nutzbaren Gebäudebestand ohne Not ab und belastet die göttliche Schöpfung mit einem Neubau, was dem Nachhaltigkeitsgebot widerspricht und klimaschädlich ist.

"Das bedeutet, dass wir in größerem Umfang Immobilien (wie z. B. Pfarr- und Gemeindehäuser sowie Kirchengebäude) anders nutzen oder sogar aufgeben müssen."
Pastoral und gemeinschaftlich genutzte Gebäude werden geopfert, damit Koch für mindestens 66 Millionen Euro seine Repräsentanz und Wohnungen für kirchliche Spitzenfunktionäre bauen kann.

"Viele Räume verschlingen … erhebliche Mittel. So müsse etwa die Frage gestellt werden, ob es heute nicht wichtiger sei, junge Menschen über soziale Medien zu erreichen, als einen kaum genutzten Gruppenraum zu erhalten."
Seelsorge wäre für Koch wohl billiger, wenn computergenerierte Texte an ferne, einsame Gläubige gesendet werden. Es gäbe dafür leistungsfähige Programme und preiswerte Dienstleister, auch im globalen Süden.

Dieser Brief des Erzbischofs Koch, dem die Zitate entnommen sind, liest sich wie der Text einer Kabarettnummer, wie die hämische Verspottung der gebeutelten Untergebenen vom hohen Ross herab. Es klingt. als erteile ein abgefeimter Immobilienspekulant den von ihm geprellten Vorbesitzern und Mietern auf sarkastische Art Ratschläge, wie sie von nun an sparsam zu leben hätten (vollständiger Brieftext s. Quellen und Links).


Angesichts des größten Bauprojekts des Berliner Bistums, bei dem der erzbischöfliche Briefautor selbst gegen alle Maßnahmen verstieß, die nach seinen Worten mit "Dringlichkeit" umzusetzen seien, drängen sich folgende Verse auf:

Für seinen Turm Babels zu eigenem Glanz
leerte Berlins Bischof der Kirche Kassen ganz.
Mit Gütern des Glaubens im Ausverkauf
füllt Erzbischof Koch seine Konten auf:
"Alles muss raus
für Bischofs Haus,
findet es der Käufer Gunst,
sei es Kirche, Kreuz, sei's Kunst."
Einst konnten sich Christen vor Gott begegnen.
Bald wird man sie billig online nur segnen.


Religiöse Kunst wird abgestoßen

Keine Gnade für das Gnadenbild der Madonna in der Wallfahrtskirche Maria Frieden

Nicht nur pastoral und gemeinschaftlich genutzte Gebäude wird Erzbischof Koch "anders nutzen oder sogar aufgeben". Auch religiöse Kunstwerke, die Gläubige in ihrer Andacht unterstützen, will Koch aus Kirchen entfernen, vermeintlich "wegen sehr hohen Betriebs- und Wartungskosten".

Ein belegbares Beispiel dafür ist die beschlossene Entfernung eines Andachtsbildes aus der Wallfahrtskirche Maria Frieden in Mariendorf (in Berlins Bezirk Tempelhof-Schöneberg). 1988 hatte Kardinal Meisner eine Dauerleihgabe vom Berliner Senat erwirkt, um das 1945 von Otto Dix im Kriegsgefangenenlager gemalte Triptychon „Madonna vor Stacheldraht und Trümmern“ der Mariendorfer Gemeinde als Wallfahrtsbild zur Verfügung zu stellen. Meisner sah darin "Unsere Liebe Frau von Berlin". Inzwischen ist die Marienverehrung der Berliner Gläubigen eng mit diesem Kunstwerk verbunden.
Einzelheiten zu dem Gnadenbild in der Wallfahrtskiche "Maria Frieden"

Otto Dix_Madonno vor Stacheldraht und Trümmern_1945
_seit 1988 Dauerleihgabe des Berliner Senats an die Mariendorfer Wallfahrtskiche Maria Frieden
- von Kardinal Meisner erwirkt und vertraglich geregelt

 Bistumsleitung kündigt die vertraglich gesicherte Dauerleihgabe des originalen Kunstwerks

Am 17.05.2023 teilte Generalvikar Kollig dem Gemeindepfarrer mit, "dass wegen sehr hohen Betriebs- und Wartungskosten für das Triptychon von Otto Dix in unserer Wallfahrtskirche Maria Frieden der Leihvertrag mit der zuständigen Senatsverwaltung zum Ende des Jahres 2023 gekündigt wird."
Nicht der Senat, sondern das Erzbistum kündigt also. Dadurch sah sich der Gemeinderat veranlasst, über Notlösungen (sog. "Optionen") in einem Brief an die Pfarreimitglieder nachzudenken. Auf diese Weise mutet Generalvikar Kollig, der immer im Auftrag des Erzbischofs handelt, den Gläubigen zu, künftig vor einer Kopie niederzuknien, vermeintlich um Geld zu sparen.
Diese Vorgänge sind im Gemeindebrief der zusammengelegten Pfarreien von Tempelhof-Schöneberg festgehalten und veröffentlich worden. Im "Johannesboten" von Juli undAugust 2023 findet sich der Beitrag auf Seite 23 (s. Quellen und Links).


Warum kündigt das Erzbistum Berlin einen vorteilhaften Dauerleihvertrag?

Wegen unvollständiger Informationen durch die Bistumsleitung und deren permanent ausbleibende Beantwortung sachlicher Anfragen sind Betroffene zu eigenen Recherchen und Überlegungen gezwungen. Möglicherweise gibt es einen gewichtigeren Grund für den vom Generalvikar angestoßenen Kunsttransfer. Vielleicht lässt sich mit dem Verzicht auf die Rechte der Dauerleihgabe auch noch Geld herausschlagen, das sich in die aus dem Ruder geratene Finanzierung des Abriss- und Neubauprojekts "Sankt Hedwig Mitte" leiten ließe. Dompropst Przytarski hatte vor der Presse am 20.06.2021 angesichts der um 10 Prozent auf mindestens 66 Millionen Euro erhöhten voraussichtlichen Baukosten vieldeutig geraunt: "Wir sind in ständigen Gesprächen mit unseren Förderern." Denn Bund und Land fördern großzügig und gewähren Zuwendungen (ein Drittel aller Kosten), die das Erzbistum gern auch für den steigenden Mehrbedarf einstreichen würde, obwohl die Zuwendungsbescheide eine Abweichung vom zugrunde gelegten Finanzierungsplan ausschließen und 2023 enden. Wenn auf die Nutzungsrechte der Dauerleihgabe verzichtet wird, könnte ein erklecklicher Abfindungsbetrag für die vom Erzbischof geplünderten Kassen herausspringen, der sich durch zusätzliche, intransparent gewährte Zuwendungen leicht verschleiern ließe.

Durch die von der Kirchenleitung beschlossene Kündigung der Dauerleihvereinbarung sollen Wallfahrer ihre teils beschwerliche Anreise zu einer Kopie auf sich nehmen und vor einer Reproduktion andächtig niederknien.
Statt einer extra anzufertigenden Gemäldekopie könnte doch gleich ein modernes Display in der Kirche installiert werden, das bei Bedarf auch andere digitalisierte Bilder zur Darstellung bringen könnte und als Video- und Computerbildschirm genutzt werden könnte – vielleicht bei Videospielen für Kids.

Schöne, innovative Aussichten, durch die der Erzbischof Geld sparen will, das er dann weiterhin für seine eigenen Zwecke verschwenden kann.


Quellen und Links:

Zur Immobilienstrategie der Bistumsleitung, Gotteshäuser und Gemeinschaftsgebäude betreffend:

Erzbistum Berlin kündigt "tiefe Einschnitte" bei Immobilien an_Beitrag vom 07.07.2023 auf katholisch.de

Der vollständige Text des Briefs des Erzbischofs an die Pfarrgemeinden vom 04.07.2023

Zur Kündigung der Dauerleihgabe des originalen Madonnenbildes von Otto Dix in Maria Frieden:

Johannesbote_017_Juli und August 2023_Seite 23

Freitag, 30. Juni 2023

Erzbischof Koch täuscht Grundsteinlegung vor

Erzbistum Berlin zelebriert vermeintliche Grundsteinlegung einer Stadtvilla, für die der pastorale Teil des Bernhard-Lichtenberg-Hauses abgerissen wurde.

Mit einer Zirkusnummer wurde der Beginn für den eitlen, unnötigen Ersatzneubau eines zuvor abgerissenen Gebäudes inszeniert.
Für staatlich bezahlte Kirchenfunktionäre, Erzbischof und Dompropst, wird in Berlin Mitte eine teure Stadtvilla neu gebaut, die Bund und Land zu einem Drittel mitfinanzieren. Für Neubau von Lofts für Spitzenkleriker in den oberen Etagen musste ein Gemeindehaus weichen.

Das wundersame Verschwinden der Grundsteinattrappe
ist ein Sinnbild für den großen Schwindel, mit dem das Erzbistum Berlin
die Zerstörung von nutzbarer Bausubstanz als "Sanierung und Umbau" deklariert.

Kölner Klüngel trifft Berliner Filz?

Die ehemaligen Kölner Weihbischöfe Woelki und Koch haben mit Berliner Politikern des Bundes und des Landes staatliche Fördermittel für die Kirche abgeschöpft. Kirchliche Wohnimmobilen werden zu einem Drittel aus allgemeinen Steuermitteln finanziert. Warum genießen nichtkirchliche Vereine oder Gemeinschaften nicht ähnliche Privilegien und müssen auf staatlichen Geldsegen verzichten? Das Grundgesetz schreibt in Deutschland eine Trennung von Staat und Kirche vor, die aber durch Verwobenheit, Wohlwollen und Gefälligkeiten nie bestand.

Deshalb wird die verfassungswidrigen Vorteilsnahme durch intransparente behördliche Förderverfahren verdeckt.

Die kirchlich beauftragten Demolierer hatten sich beim Abriss verhoben

Der Abriss des gut gegründeten, robust konstruierten und flexibel nutzbaren Vorgängerbaus aus den 70-iger Jahren war wesentlich mühsamer, als leichtfertig angenommen und zog sich über 13 Monate hin, weit mehr als ein Jahr. Die letzten Teile des bestehenden Fundaments wurden erst vor wenigen Tagen herausgebaggert und wegen des fortschreitenden Ausbaus der Grundwasserabsenkung ist die Grube für den Ersatzbau noch immer nicht hergerichtet.

So musste ein anderer Platz gesucht werden, an dem die Protagonisten des inszenierten Festakts ihre Eigenlobreden präsentieren und sich für die gegenseitige Vorteilsgewährung bedanken konnten.

Außerhalb des Bauplatzes, direkt neben den Fundamenten des historischen Kirchenbaus wurde eine Bühne aus Beton gebaut, um eine Grundsteinlegungsshow darzubieten. Die Grundsteinattrappe wird genau da platziert, wo Erzbischof Kochs Vorgänger Woelki gegen jede gesetzliche Grundlage an die Hedwigskathedrale anbauen wollte.
Diese clowneske Volte regt zu einem Rückblick an.

Als Exkurs ein Rückblick
Der falsche Grundstein als Hommage an Rainer Maria Woelki?

Kurz nach seinem Amtsantritt in Berlin hatte Woelki das erzbischöfliche Bauamt gegen dessen ausdrückliche Expertise angewiesen, das Bezirksamt Mitte von Berlin darüber in Kenntnis zu setzen, dass er die Hedwigskathedrale durch Anbauten zu erweitern wünscht. Woelki glaubte sich kraft seiner eingebildeten Omnipotenz über die grundbuchlichen Festlegungen hinwegsetzen zu können. Das kommunale Bauamt musste daraufhin in einem förmlichen Schreiben an die allseits bekannte Rechtslage erinnern.

Der Kirchengemeinde Sankt Hedwig war von König Friedrich II. nur der Baugrund übereignet worden, der der Grundfläche des Kirchenbaus entspricht. Zu DDR-Zeiten war das im städtischen Eigentum befindliche Land zwischen Kathedrale und Bernhard-Lichtenberg-Haus nur unter der Bedingung der Kirche zur Nutzung und Verwaltung überlassen worden war, dass uneingeschränkte öffentliche Durchwegung bestehen bleibt. Auch aus Gründen des Denkmalschutzes verbot es sich, die Fassade des barocken Zentralbaus durch Abbauten zu verdecken und zu verändern.

Da also eine oberirdische Verbauung der Kathedrale rechtlich ausgeschlossen war, handelte das Erzbistum Berlin eine vollständige Hofunterkellerung aus, um die baulichen Nutzflächen im Umfeld der Kathedrale zu maximieren und eine bauliche Verbindung vom Kirchenbau zum Bernhard-Lichtenberg-Haus herstellen zu können. In diesem Zusammenhang entstand der Plan, das modernste und flexibelste Bauwerk des Komplexes abzureißen, um die großflächige Hofunterkellerung auch auf dessen Grundfläche auszudehnen. Die Verantwortlichen hatten aber nicht bedacht, dass beim Bau der Hofunterkellerung, deren Fundamentsohle ca. 8 Meter unter Gelände liegen sollte, die Standsicherheit der Kathedrale verloren gehen würde, deren nur 4 Meter tiefen Fundamente auf feuchtzuhaltenden Eichenpfählen ruhen. Bei der Suche nach spezialisierten Bauingenieurbüros, die den riskanten Tiefbau vorbereiten sollten, wurde man wohl über die enormen Kosten und Risiken informiert. Das führte zur nachträglichen Änderung der Planung und Finanzierungsaufstellung, die als verbindliche Grundlage der Zuwendungsbescheide von Bund und Land Berlin gelten. Die Tiefsakristei (Hofunterkellerung) wurde gestrichen, womit der Anlass für den Abriss der intakten Bausubstanz des modernen Anbaus am Bernhard-Lichtenberg-Haus entfiel. So kann es dann nur noch Eitelkeit und der selbstsüchtige Wunsch nach einem neuen Haus gewesen sein, die zu Erzbischof Kochs Abbruchentscheidung gegen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung führte.

Zeremonie am falschen Platz mit Attrappe

Da passt es ins Bild, dass auch die Zeremonie der Grundsteinlegung eine Täuschung war.

Am 21.06.2023 stehen nun die Wohnungsbauer Heiner Koch und Tobias Przytarski und ihr Architekt Max Dulder an der von Woelki für den Kathedralanbau vorgesehenen Stelle und tuen so, als würden sie den Grundstein für ein Haus legen. Gebaut soll aber nicht hier, sondern in einiger Entfernung in einer noch nicht hergerichteten Abbruchgrube.

Auf dem eigens betonierten Theaterplatz stehen die Darsteller um einen gemauerten Trog, der noch schnell provisorisch aufgeschichtet worden war. Nur für den Fototermin wurde eine Grundsteinattrappe auf eine transportable Betonplatte gemauert. Die Kranhaken für den späteren Abtransport des Grundstein-Fakes sind deutlich sichtbar. 

Der Architekt, der nach Abriss eines Gemeindehauses im Stadtzentrum "auf der grünen Wiese" bauen kann, spricht zu den beiden Bauherren ihrer Wohnimmobilie und zum kommunalen Geldgeber.
(Foto aus kirchlicher medialer Begleitung)
 

 

Die Kirchenverantwortlichen streben wohl mit dieser Inszenierung eine Stringenz in der Täuschung der Öffentlichkeit an:

Den Gemeinden wird die Notwendigkeit der Geldverschwendung vorgegaukelt. Staatlichen Behörden spielt man vermeintliche Förderberechtigung vor. Der Öffentlichkeit werden Abbruch und Neubau als "Sanierung und Umbau" verkauft. Journalisten sollen die moderne Stadtvilla der Kleriker auf den Trümmern des Gemeindehauses als Beispiel für nachhaltiges Bauen preisen.
So ist es schlüssig, das die sogenannte Grundsteinlegung nur als Show inszeniert wurde

 

Anküngigung

Der Zuwendugsbescheid von 2018, auf dessen Grundlage das Land Berlin mit 8 Millionen Euro aus einem Nachhaltigkeitsfond die Abbruch- und Neubauaktionen des Erzbistums Berlin mitfinanziert, wird hier in einem der nächsten Beiträge als Faksimilee omline gestellt werden.
Eigentlich schreibt der Bescheid im Dezember 2023 das Ende der Zuwendungsmöglichkeit vor.

Wir werden beobachten, ob das noch nicht einmal begonnene klerikale Wohnungsprojekt und die sich chaotisch präsentierende Großbaustelle "Sankt Hedwig Mitte" auch noch 2024 und danach mit staatlichen Zuschüssen finanztiert werden, was dem behördlichen Bescheid widerspräche.


Mittwoch, 31. Mai 2023

Die ausgeweidete Hedwigskathedrale

Die Bistumsleitung lässt alle geschichtlichen Spuren herausschlagen-
Das Gotteshaus wird in einen profanen Mehrzweckbau "umgestaltet".


Aktuelle Blicke in das Innere der ehemaligen Hedwigskathedrale und auf den ehemaligen Standort des abgerissenen Anbaus des Bernhard-Lichtenberg-Hauses vergegenwärtigen, was in 4 3/4 Jahren seit ihrer umbaubedingten Sperrung mit der ehemaligen St. Hedwigskathedrale geschehen ist.

Die Kriegszerstörung durch den Brand 1943 war wesentlich weniger substanzvernichtend, wenn man einmal von dem Feuerverlust des damals noch hölzernen Kuppeldaches absieht.
Eine Besichtigung in der Karwoche 2023 bot eine schmerzliche Einstimmung auf den qualvollen Leidensweg Jesu, ohne dass dem Bauwerk jedoch eine wunderbare Erlösung bevorsteht.

Ausschabung jeglicher Spuren der Bistumsgeschichte

Von den Außenmauern und Säulen im Inneren des Gotteshauses wurde nicht nur der Putz abgeschlagen, sondern auch das rote Mauerwerk malträtiert, als wäre es von dem jahrzehntelangen Beten der Gläubigen verseucht worden. In der Kriminalistik spricht man vom "Übertöten", wenn der Täter sich nicht damit begnügt, dem Opfer das Leben zu nehmen, sondern überdies vernichten, zerschmettern und auslöschen will. 

Wenn das umgebaute Objekt in einigen Jahren als "Katholisches Forum Sankt Hedwig Mitte" wieder zugänglich sein sollte, wird ein Fluidum von Nitro, Lack und Bauchemie den Raum bestimmen. Die Künstlichkeit des geschichtslosen Designs wird sich auch mit Unmengen von Weihrauch nicht vernebeln lassen
(s. dazu Bilder aus dem Annex und ein Detail von einer Doppelstütze im Hauptkuppelraum).


Das In Fensternischen eingeferchte stählernes Hochregal wird zur Doppelstock-Sakristei

Den Annexbau gestaltete Hans Schwippert als würdevolle Sakristei in unmittelbarer Nähe des Hochaltars und auf gleicher Fußbodenebene. Beim Umbau sollten diese Funktionen zwei Geschosstreppen tiefer in das abgelegene Untergeschoss einer weitläufigen Hofunterkellerung ausgelagert werden, die aber dann gestrichen wurde. Nun ist die Platznot groß und Stapelung soll Flächendefizite ausgleichen. In den Abrisstrümmern der Fensternischen werden bereits Konstruktionen aus Stahlprofilen installiert, die den Rahmen für zweistöckige Umkleidekabinen des Liturgiepersonals in den engen Nischen bilden. Diese billigen Stahlstrukturen werden wohl später verborgen und mit Verkleidungsmaterialien kaschiert.
Im Ergebnis wird im Annex um einen zentralen Kuppelraum ("Sakramentskapelle") ein Ring aus doppelstöckigen Umkleideboxen für Zelebranten  und Ministranten an zwei schmalen Gängen in verschiedenen Ebenen aufgefädelt. Den Charme eines doppelstöckigen Eisenbahnwaggons wird die doppelgeschossige Sakristei ausstrahlen. Doch Waggons haben bequemere Gänge, da sie kürzer und nicht gebogen sind. Die Erschließungstreppen werden zu turbulenten Begegnungen führen, wodurch die Messvorbereitung des öfteren sehr lustig sein dürfte (s. dazu Bilder der Fensternischen des Annex-Baus mit eingestellten Stahlkonstruktionen, sowie die Querschnitte der Genehmigungsplanung und Eisenbahnwaggons im Vergleich).



Bohrkern-Mikado im Wasserloch vor Gastanks

Der stabile, auf wasserdichtem Keller gegründete Anbau am Bernhard-Lichtenberg-Haus, war ein moderner Stahlbeton-Skelettbau, der bestens für funktionale und gestalterische Veränderungen geeignet war. Die erhaltungswürdige Bausubstanz wurde gegen das Gebot der Nachhaltigkeit durch Abriss vernichtet. Der Abbruchkrater füllt sich mit Wasser, das widerstandsfähige Stahlbetonfundament wird mit kostspieligen Kernbohrungen perforiert, um restlos tilgen zu können, was besser zu nutzen gewesen wäre. Die Ratlosigkeit der Zertrümmerer spiegelt sich im chaotischen Zustand des gefluteten Abbruchloches. Im Hintergrund erscheint die inzwischen kreuzlose Doppelkuppel der ehemaligen Kathedrale wie ein vorbeiziehender Flüssiggastanker (s. Bilder des Abbruchkraters von der Französischen Straße gesehen).


Grundwasserabsenkung gefährdet die historische Bausubstanz der ehemaligen Hedwigskathedrale

Der 1743 begonnene Bau der ursprünglichen Hedwigskirche verzögerte sich wegen des problematischen Baugrunds jahrelang. Nur mit Hilfe der von Friedrich dem Großen geschenkten Eichenholzstämme konnte eine Pfahlgründung bis hinab auf tief liegende tragfähige Bodenschichten gelingen. Solange das Holz im Grundwasser unter Luftabschluss ist, bleibt die Zellstruktur stabil und frei von Fäulnis. Nur ununterbrochene Feuchthaltung der Holzpfähle hat über Jahrhunderte die Stabilität des Fundaments der Hedwigskirche gewährleistet.
Beim Umbau der benachbarten Staatsoper wurde deshalb eine Grundwasserabsenkung ausgeschlossen, um die Holzstämme nicht kurzzeitigem Luftkontakt auszusetzen, der zur Fäulnis des organischen Materials führen und damit die Standsicherheit der Hedwigskathedrale gefährden würde. Es wurde verantwortungsbewusst vorgegangen, wenn auch der ingenieurtechnische Aufwand sehr hoch war. Manche Bauarbeiten an der Staatsoper mussten unter Wasser von Tauchern ausgeführt werden. Der Schutz der Hedwigskathedrale hatte Priorität.

Weniger verantwortungsvoll geht der seit 2016 erbbauberechtigte Nutzer der Hedwigskathedrale, der Berliner Erzbischof Koch, mit dem ihm anvertrauten Bauwerk um. Nach dem unnötigen und umweltschädlichen Totalabriss des Neubauteils des Bernhard-Lichtenberg-Hauses ist eine neue Gründung für einen Ersatzneubau erforderlich, die unterhalb des Grundwasserspiegels liegen wird. Ohne Rücksicht auf die sensible Holzpfahlgründung der benachbarten Kathedrale wird für Abriss und Ersatzneubau mit einem Pumpsystem das Grundwasser abgesenkt. Mögliche Risse in der historischen Bausubstanz werden offenbaren, ob die auf Eichenstämmen gegründeten alten Fundamente nachgeben und der Kirchenbau Schaden nehmen wird.

Unabhängig davon ist das kulturelle Desaster durch die mutwillige Vernichtung von Kulturerbe, für die das Erzbistum Berlin verantwortlich ist, längst eingetreten.


Sonntag, 30. April 2023

Immer noch bohrt Heiner Koch im Wasserloch

Intakte Bausubstanz wurde ohne Not abgerissen

Mit diabolischer Lust am Zerstören wurde eine stabile, variabel umbaufähige Baukonstruktion niedergerissen. Glaubt die derzeitige Bistumsleitung tatsächlich, sich mit einem Neubau im Zeitgeschmack ein Denkmal setzen zu können?

Wer zerstören will, sollte es zumindest können

Zerschlagen und Zertrümmern scheint leicht zu sein. Rotznäsige, übermütige Bengels haben diebische Freude daran. Chaos zu hinterlassen, ist das Ziel. Randalierer und Rabauken kalkulieren aber kühl, wo ein Angriff lohnt und ihre Aktion ein destruktives Ergebnis verspricht. Die Kraft sollte zur Zerstörung reichen. 

Erzbischof Koch hat sich jedoch bei seiner Vernichtungsorgie offensichtlich übernommen. Der Abriss guter Bausubstanz ist falsch und der Fehler fällt nun peinlich auf. 

Von April 2022 an macht sich im Auftrag des Berliner Erzbischofs Koch einer Abbruchfirma am ehemaligen Bernhard-Lichtenberg-Haus zu schaffen. Da wird geschlagen, gehämmert, geflext, gebohrt und gezerrt. Doch es ist über ein Jahr vergangen und ein Ende ist nicht abzusehen. 

Nach einem Jahr Abriss steht Sankt Hedwig Mitte an einem Baggersee

Seit Monaten sieht man nun schon in der Grube zwei Männer, die mit tösenden Apparaturen den Boden durchlöchern. Sie wirken wie Holzwürmer, die sich in massive Balken fressen. Tatsächlich wird die Fundamentsohle des zerstörten Gebäudes wochenlang mit Dutzenden Bohrungen perforiert, da man ihr wohl anders nicht beikommen konnte. Kreuz und quer liegen die ausgebohrten runden Betonstangen herum. 

Was die Verantwortlichen des Erzbistum Berlin im letzten Jahr erledigten:

Tätigkeiten beim Abriss des Anbaus des Bernhard-Lichtenberg-Hauses

1. Beton mit Bohrern perforieren

2. Bohrkern-Mikado spielen

 3. Ausgebohrte Stücke stapeln

4. Grundwasserspiegel spiegelt

Erst gründlich untersuchen, statt gleich zu versuchen!

 

Jahrelang versuchten Baufachleute, die Bistumsleitung konstruktiv zu beraten. Emphohlene Qualifizierte Erkundung der Bausubstanz und des Baugrunds hätte Planungsfehler (z.B. die ursprünglich geplante Tiefsakristei) vermieden. Doch die Verantwortlichen ignorierten jeden Rat und widersetzten sich jedem Dialog. So wurde auch, gegen das moralische Gebot der Nachhaltigkeit, mit der Zerstörung des auf wasserdichtem Keller gut gegründeten, stabilen, umbaufähigen Gebaudes begonnen. Statt das wasserdichte Fundament sinnvollerweise weiter zu nutzen, beisst die erzbischöfliche Bauherrschaft sich nun die Zähne daran aus und lässt die dabei entstehende Grube mit dem anstehenden Grundwasser überfluten. 

Vielleicht werden die unbedarften Abbrecher beim mühsamen Abriss des excellent gebauten Vorgängerbaus aus den 70-iger Jahren lernen, wie man qualitätvoll konstruieren sollte. 


Resümee nach 12 Monaten Abrissversuchen

Nur auf den Resten des ehemals wasserdichten Kellers können die Abbrecher trockenen Fußes stehen. Überall sonst dringt das Grundwasser ein und überflutet die Grube. Zum ersten Jahrestag des Gebäudeabbruchs fragen sich Passanten an der Französischen Straße, warum das Erzbistum Berlin gerade in diesem steinigen Untergrund einen Baggersee anlegen will. 

Die Abrissunterstützung des Vereins Hedwig21 ist wohl zu dürftig

Wo sind die Abrissfetischisten des Vereins Hedwig21, die das Abbruchkommando bei seiner ineffektiven Zertrümmerungen am Grubenrand anfeuern. 

Vielleicht würde wöchentlicher geistlicher Zuspruch helfen, das Abreißen zu beschleunigen. Von Weihwasser sollte abgesehen werden, damit der Grundwasserstand nicht weiter steigt. Aber viel Weihrauch könnte nützlich sein, um die lächerliche Schildbürgerei des Erzbistums Berlin in Nebel zu hüllen und den Blicken von Berlinern und Stadtbesuchern zu entziehen. Sicher wird bald die Bretterwand verlängert, die die seit 2018 gesperrte und stückweise demontierte ehemalige Kathedrale abschottet. 

 

Freitag, 31. März 2023

Kreuzabnahme vor Karfreitag

Das weithin sichtbare Kuppelkreuz von St. Hedwig, das Walter Ulbricht nicht verhindern konnte, ließ nun Heiner Koch, der Erzbischof von Berlin, zur Freude aller Atheisten vom Dach des ehemaligen Gotteshauses herunterreißen.

Ein Mausoleum der katholischen Kirche 

In christlichen Kirchen zeigt das Kreuz am höchsten Punkt des Gebäudes an, dass in ihm Gottesdienste gefeiert werden. Nun soll eine neue geometrischen Figur auf den Eingangsgiebel gesetzt werden, der nur vom Bebelplatz aus sichtbar ist. Das entspricht der Architektur von Grabmälern auf Friedhöfen. Die ehemalige Kathedrale erschiene dann mitten im Stadtzentrum wie ein monströs aufgeblähtes Mausoleum.


Altherren-Glatze oder Kinder-Popo?

Vielleicht symbolisiert die kreuzlose Kuppel von Sankt Hedwig Berlin aber auch den bedenklichen Zustand der katholischen Kirche.
Steht die glatzköpfige Bischofskirche für die Herrschaft alter Männer über die Kirche?
Oder mahnt die kreuzlose Kuppel, die wie ein blanker Kinderpopo wirkt, an die von der Kirche über Jahrzehnte vertuschte sexualisierte Gewalt gegenüber minderjährigen Schutzbefohlenen und abhängig Beschäftigten?

 

Dienstag, 28. Februar 2023

Heiner Kochs Taten widersprechen seinem Hirtenwort

Der Berliner Erzbischof Koch fordert in seinem Hirtenwort zur Fastenzeit 2023 den Schutz der Umwelt aus religiösen Gründen, während er als bischöflicher Bauherr für sein Machtzentrum und seine Residenz rücksichtslos Werte vernichtet, Ressoucen plündert und vergeudet. 

Der Hauptverantwortliche für die Zerstörung des zentralen Heiligtums im Erzbistum Berlin schwingt sich auf zum Chefankläger gegen Umweltzerstörung und  Energieverschwendung, klagt also seine eigenen destruktiven Taten selbst an.
Während Heiner Koch schamlos von Sparsamkeit predigt, schädigt er selbst aus Eitelkeit und Eigennutz Gottes Schöpfung. Baulicher Bestand, den er zerstören ließ, bot Nutzungswerte, speicherte im Bauwerk Energie und bündelte gewonnene Ressoucen, die durch Abriss vernichtet werden. Neubaumaßnahmen fordern neue Energie und Ressoucen aus dem begrenzten Fundus der endlichen, maßlos überforderten Natur.
Damit vergeht sich der Berliner Erzbischof Koch an Gottes Schöpfung, die zu bewahren, er von anderen im Hirtenwort fordert. 

Der Hirt führt seine Herde durch seine Taten ins Unglück und leitet sie überdies durch seine Worte in die Irre.


 

ZITATE AUS DEM HIRTENWORT AUF DEM PRÜFSTEIN


"Eine Frage der Haltung" überschreibt Heiner Koch sein Hirtenwort zur Fastenzeit 2023.
Die Zitate aus diesem Hirtenwort (
in violetter, kursiv gesetzter Schrift) stehen seinen eigenen Handlungen als Leiter des Erzbistums Berlin diametral entgegen:

"Das globale Klima verändert sich und zu einem wesentlichen Teil tragen wir Menschen die Schuld daran."
… und besonders Heiner Koch trägt eine wesentliche Schuld, da er die Verschwendung von Ressoucen durch Zerstörung von nutzbarem Baubestand verantwortet.


"Wie deuten wir die Klimakrise? Welchen Umgang können wir, auch hier in unserem
Erzbistum Berlin, konkret mit ihr finden? Auf welche Haltung kommt es dabei an?"

… mit der Zerstörung von wertvoller Substanz für eitle Selbstdarstellung bezeugt Heiner Koch seine Haltung gegen sparsamen Umweltverbrauch zur Bewahrung der Schöpfung.

"Ökologie der Schöpfung _
Sie drückt sich in einer Haltung der Achtung und Ehrfurcht, des Respekts und der Wertschätzung aus.
"
… Abriss und Zertrümmerung von nutzbarer Bausubstanz zeugt von einer Haltung der Missachtung und Respektlosigkeit gegenüber der sensiblen und belasteten Schöpfung Gottes.

In dem zweiten Absatz beschreibt Erzbischof Koch sein eigenes verwerfliches Handeln auf treffende Weise:
"Aus dem Garten Eden verbannt, will der Mensch Herrscher über die Natur sein und sie sich unterwerfen, aber nicht, um sie zu schützen und zu pflegen, sondern aus Gier nach Glück und Wohlstand, die ihm ein verlorenes Paradies ersetzen sollen. Er verbraucht die Natur und missbraucht sie dadurch zuletzt. Das Wohl der Mitgeschöpfe ordnet er seinen eigenen Interessen unter."
Zutreffender lässt sich Kochs egoistisches Handeln beim Bau seines eigenen Machtzentrums und seiner Residenz nicht beschreiben.

Die mit der Zerstörung von nutzbarer Bausubstanz vernichtete akummulierte Energie und durch unnötigen Neubau verbrauchte
zusätzliche Energie lässt sich auch mit den dicksten PUR-Schaum-Dämmungen in den nächsten Jahrzenhnten nicht mehr einsparen und wiedergewinnen. Auch die Ressoucenvernichtung durch Abriss und zusätzlicher Neuverbrauch schädigen unwiederbringlich Gottes Schöpfung.

Die zusammenfassenden Erkenntnisse und Handlungsvorgaben Erzbischof Kochs klingen angesichts seiner entgegengesetzten Entscheidungen in Bezug auf die St. Hedwigskathedrale und das Bernhard-Lichtenberg-Haus geradezu zynisch, die Wahrheit missachtend und propagandistisch, um eigene Schuld zu vertuschen:

"Für unsere Haltung zu Gott und zu unseren Mitmenschen gilt:
weniger Ich und mehr Du! (…) wir sollten als katholische Christinnen und Christen im Erzbistum Berlin in den nächsten zwanzig Jahren das Ziel der Klimaneutralität erreichen. Das ist kein Klimaaktionismus, sondern Zeugnis unseres Glaubens. Denn ein Weniger im Heute für uns bedeutet ein Mehr für alle in der Zukunft."

Im Hirtenwort fordert der Entscheidungsträger Heiner Koch von sich selbst, wogegen er sich unverantwortlicherweise zu Lasten kommender Generationen bei der ökologisch und ökonomisch fatalen Zerstörung der Hedwigskathedrale und des Bernhard-Lichtenberg-Hauses sträflich entschieden hat:

"Wir müssen … als Erzbistum unsere Entscheidungen so treffen, dass sie ökologisch
sozial und ökonomisch verantwortbar sind."

Als befristet eingesetzter Sachwalter des Erzbistums Berlin wäre er verpflichtet gewesen, die Werte der Diözese zu schützen, statt sie zu vernichten. Erzbischof Koch handelte nicht verantwortbar.

Montag, 30. Januar 2023

Berlins Erzbischof Koch kreiert ein schwarzes Loch – SANKT HEDWIG MITTE

Bisher war das "schwarze Loch" nur als astronomisches Phänomen bekannt, das im Weltraum zu beobachten ist. Wegen seiner destruktiven Eigenschaften wird es als dunkelste Erscheinung im Universum betrachtet, die nur als "schwarz" zu bezeichnen ist.

Drei Merkmale charakterisieren ein schwarzes Loch:
1. Es verschlingt Materie, die verschwindet oder gar zermalmt wird.
2. Es saugt alles auf, dessen es habhaft werden kann, was sich seinem Einfluss und seiner Macht nicht entziehen kann.
3. Es versperrt sich vollständig, gewährt keinen Einblick und ist eine lichtlose Fehlstelle im Raum.

Die kirchliche Leitung des Erzbistum Berlin hat sich vorgenommen, ein Modell dieser destruktiven Erscheinung als kirchliche Einrichtung im Zentrum Berlins zu installieren.
Dazu bemächtigten sich Woelki und Koch eines Grundstücks samt Kirche und Nebengebäuden, die seit einer Schenkung durch den preußischen König Friedrich II. jahrhundertelang im Eigentum der Hedwigsgemeinde war. Das bauliche Ensemble rund um die ehemalige Hedwigskathedrale soll seit 2013 in ein als "Sankt Hedwig Mitte" bezeichnetes schwarzes Loch verwandelt werden. 

Folgende Einenschaften kennzeichnen das Umbauprojekt als schwarzes Loch:
1. Alles Bestehende innerhalb der ausgeweideten Bauhülle wird zertrümmert und verschwindet.
2. Unersättlich saugt das Projekt Unmengen von Kapital und Material aus allen Teilen der umgebenden Gesellschaft, ob kirchlich gebunden oder unabhängig.
3. Mit undurchdringlicher Barriere verschanzt wird jeglicher Einblick verhindert, damit das geldverschlingende Innere verborgen und verheimlicht bleibt.

Die seit über vier Jahren hinter einer Bretterwand verborgene Abbruchstelle der ehemals kunstvoll gestalteten, denkmalgeschützten Hedwigskathedrale verschlingt mindestens 60 Millionen Euro mit einem großen Anteil staatlicher Gelder. Die für das Zerstören und Verschwenden Verantwortlichen verhindern argwöhnisch Einblick in ihr destruktives Handeln.

Vernichten, Verschlingen und Verbergen – SANKT HEDWIG MITTE erfüllt alle Kriterien eines schwarzen Loches.
Es ist katholische Dialektik à la Woelki und Koch:
Der eine tönte: "Das Loch muss weg!"
Der andere kreiert nun den Moloch – das schwarze Loch – SANKT HEDWIG MITTE. 


Zur Illustration
Zustand der vollständig ausgeweideten ehemaligen Berliner Hedwigskathedrale als Ergebnis einer mehr als vierjährigen Zerstörung des Inneren (vergleichbar der Brandruine im II. Weltkrieg), der vermeintlchen "Sanierung und Umgestaltung" bei Erzbischof Kochs Bauvorhaben SANKT HEDWIG MITTE am 03.11.2022 (Quellen: 1_Vorarlberg online vom 22.12.2022 und 2+3_Onlinepräsenz der Baumaterialfirma Max Frank _Fotos: Detlef Bluhm)

Der funktionstüchtige Bestand wurde vollständig zerstört. Die Grabkapellen liegen blos.




Zur vollständigen Trennung der Krypta vom Kirchenraum breitet sich ein wuchtiger Betonring aus.
Alle Spuren der bisherigen Nutzung des Bauwerks als Kathedrale wurden brachial herausgeschlagen.


Freitag, 30. Dezember 2022

Ein Loch für Koch in Sankt Hedwig Mitte

Was bisher geschah

Woelki fürchtete sich vor einem vermeintlichen "Loch" im Fußboden der Hedwigskathedrale.
    Höhenangst!

Sein Nachläufer Koch ließ diensteifrig die Öffnung zur Unterkirche für Dutzende Millionen Euro zubetonieren.
Doch nun war es wohl Koch zu eng und oben störte ihn obendrein das Kreuz auf der Kuppel.
    Platzangst?

Da nun beim Totalumbau noch eine Kaffeehaube unter die Kuppel gehängt wird, braucht es den Befreiungsschlag, ein Loch ins Freie.
    Stern und Kreuz müssen weg.

Dafür wird durch die Unterhaube ein Rohr verlegt – als Schlot zum Loch im Dach. Ein transparenter Plastikdeckel soll verhindern, dass es reinregnet.
An dem, was die Vögel darauf hinterlassen, an den Spuren ihrer Exkremente, ist vielleicht die Zukunft abzulesen.
    Teleskop und Horoskop?

Mittwoch, 30. November 2022

In Sankt Hedwig Mitte gibt es für jeden eine Kathedra und alle werden Bischöfe

Neue Absonderlichkeiten beim Umbauprojekt

Am 30.10.2022 war in der kath. Wochenzeitung "Tag des Herrn" die Aussage des Dompropsts von Sankt Hedwig Mitte, Herrn Przytarski, zu lesen, dass jedem Christen in der umgebauten Kuppelhalle ein Bischofsstuhl, eine "Kathedra", zur Verfügung stehen soll (s. Abb. 2).
Dann werden sicher auch Bischofsmützen und Altar-Dubletten für alle Frauen und Männer bereitgestellt, die Heiner Kochs Halle am Bebelplatz nach der Eröffnung besuchen (s. Abb. 1).
Wenn Frauen Bischofsstühle besetzen werden, sollten sie wohl auch Priesterinnen sein können.

Die Neuigkeiten über Umbauaktionen des Erzbistums Berlin lassen sich mit notwendigem Wohlwollen nur als Karnevalsposse lesen.
Der Artikel von Herrn Plümpe mit der Aussage des Dompropsts erschien zwar schon vor Beginn der närrischen Zeit, doch der rheinländische Erzbischof Heiner Koch ist eben ganzjährig Karnevalist, auch bei seinen Entscheidungen im Erzbistum Berlin.

Gemeinschaft auflösen 

Damit niemand neben seinem Nachbarn sitzen muss, soll es in Sankt Hedwig Mitte keine Kirchenbänke geben, sondern Einzelstühle. Die Gemeinde wird getrennt. Die Sitzordnung verhindert Nähe zum Nächsten. Ein Jeder sitzt vereinzelt auf seinem eigenen Stuhl. Abstand zum Anderen zeugt von gegenseitigen Misstrauen, als hielte jeder seinen Nachbarn für infektiös. 

Auf sich allein gestellt, kann jeder sich einbilden, er trone auf dem Bischofsstuhl, der Kathedra. So will Dompropst Przytarski die Separierung, Vereinzelung der Gläubigen schönreden, die doch eigentlich Gemeinschaft suchen. Was "Communio" betitelt wird, ist in Wahrheit "Separatio". Damit wird dem Prinzip "Divide et impera" (Teile und herrsche) entsprochen, einer Strategie, die die Dominanz von Autokraten vergrößert. Vereinzelte, die sich mit sich selbst beschäftigen, lassen sich leichter lenken und leiten, als eine Gemeinschaft Gleichgesinnter. Die Vereinzelung der Gemeindeglieder stärkt die Macht des Führers. Widerspruch wird unwahrscheinlich, da Einzelne kaum hörbar sind. Widerstand ist damit wirkungslos. 

Jedem Christen eine "Kathedra" 

Mit diesem Slogan will der Baubeauftragte, Dompropst Przytarski, den Kirchgängern die Separierung auf Stühlen verkaufen und den Vereinzelten schmeicheln. So sitzen all die eingebildeten "Bischöfe" im Kreis und parodieren den einen Bischof mit der Mütze, der umzingelt in der Mitte steht. Eine ganz neue Theologie. Sie offenbart sich im Zeichen der wunderbaren Bischofsvermehrung. Und jede Frau, die dann auf ihrer "Kathedra" sitzt, wird sich als katholische Bischöfin fühlen. Halleluja!


 

Dompropst Przyrarskis Ansichten im Beitrag des "Tag des Herrn" vom 30.10.2022
– Jedem Christen eine "Kathedra":–


 

 


 

Montag, 31. Oktober 2022

Geiselnahme misslungen

Wenn Kidnapper die Geisel töten, fehlt ihnen das Druckmittel, um die Beraubten und Gedemütigten obendrein noch zu erpressen. 

Nachdem Woelki und Koch sich all dessen bemächtigt hatten, was die Identität des Erzbistum Berlins ausmachte, haben sie nun die Orte vollständig entstellt, demoliert oder zerstört, die Kirchenmitgliedern viel bedeuteten. Mittlerweile muss niemand mehr um Wertvolles und Identitätsstiftendes bangen und deren Rettung erhoffen. Koch hat nun all das, was er in Geiselhaft genommen hatte, entsprechend seinem Vorsatz "vollständig vernichtet". Damit gibt es nichts Interessantes mehr, womit Koch Aufmerksamkeit erregen könnte. 

Allenfalls die verbissenen Geschichtsleugner werden sich befriedigt an der Tabula rasa ergötzen, die Woelki und Koch im Herzen des Erzbistums Berlin nach vollständigen Beseitigung aller Spuren ihrer Amtsvorgänger anrichteten. Es wird gänzlich Neues, nie Dagewesenes versprochen, um Besucher mit Neugier zu locken. Dem vermeintlich Modernen haftet jedoch die Vergänglichkeit des Modischen an. Schnell wird die Neugier gestillt sein. Der sich einstellenden Langeweile ist nur durch immer neue Sensation zu begegnen. Wann beginnt der nächste Umbau? In permanentem Wechsel wird immer wieder ein neuer Look erwartet werden. 

Christen haben sich seit 2018 längst eine verlässlichere geistige Heimat gesucht. Die Baustelle zwischen Staatsoper und Hotel de Rome am Bebelplatz wird spätestens dann als säkularisiert betrachtet werden, wenn das Kreuz von der Kuppel entfernt sein wird. Das an dieser Stelle einstmals das zentrale Gotteshaus der Katholiken des Erzbistums Berlin den Anziehungspunkt für viele Besucher bildete, werden immer weniger Geschichtsinteressierte wissen. Aus alter Gewohnheit werden diese ab und zu noch ein Auge auf die im Namen des Erzbistums Berlin in Gang gesetzte Freveltat und Peinlichkeit werfen und die Fehler zählen, die dort auf Kosten der Gläubigen begangen werden. 

Jetzt baut da ein Investor, wie eine Immobilienheuschrecke, auf einem mit hinterhältigen Mitteln erbeuteten Grundstück, einen Neubau, mit dem er Geschäfte machen und repräsentieren will. Das gibt es überall. Banken, Versicherungen, Handelsketten und Organisationen verfahren so, plündern Ressourcen, zerstören Naturräume und vergeuden Kapital zur Befriedigung ihrer Gier, ihrer Machtgelüste. Das hat nichts mit der Bewahrung von Gottes Schöpfung zu tun.

Nach dem vollständigen Abriss des Neubauteils des Bernhard-Lichtenberg-Hauses ergibt sich aus der endlosen Reihe von destruktiven Maßnahmen eine düstere Prognose für das Erzbistum Berlin, dessen vermeintlicher Neubeginn in Zerstörung wurzelt (s. Grafik).

 


Nachtrag

In einem Kirchenlied baten Christen schon vor 450 Jahren Gott um Schutz vor dem,
womit die Verantwortlichen des Erzbistums Berlin heute auffallen und der Kirche schaden:
 

Den stolzen Geistern wehre doch,
die sich mit G'walt erheben hoch,
und bringen stets was Neues her,
zu fälschen deine rechte Lehr'.