Der denkmalgeschützte Innenraum der Hedwigskathedrale, 1963 von Prof. Hans Schwippert geschaffen, seit 2018 geschlossen und im Zuge eines Radikalumbaus in Verantwortung von Erzbischof Koch zerstört.

Freitag, 31. Juli 2026

Erzbischof Koch raubt Kunstschatz aus der Sankt Hedwigskathedrale Berlin

Ein geweihter Kunsträuber in Berlin

Wer raubt Kunstschätze aus einer Kirche, um sie in seinen Wohnsitz einzubauen?
Es ist nicht ein brutaler Diktator, der die Religion verachtet, sondern der Berliner Erzbischof Koch, der die Glaskunst aus der Sankt Hedwigskathedrale herausreissen ließ und sie nun zerstückelt als profanen Zierrat in die Fenster seines neuerbauten Penthouses einbauen lässt.

Als geweihter Kunsträuber bedient sich Erzbischof Koch

an der ihm zeitweise anvertrauten Hedwigskathedrale Berlin,

um seine privaten Wohnräume mit Raubgut zu dekorieren.

  
 
Der skrupellose Raub im Detail

Erzbischof Koch ließ vor Gericht verkünden: „Das Gesamtkunstwerk wird vollständig vernichtet.“ Dabei verschwieg er, dass er anwies, Teile des Zerstörten zu seinem eigenen Genuss verhackstücken zu lassen. 
Die ehemaligen Kathedralenfenster, die bis 1963 vom Aachener Glaskünstler Anton Wendling gestaltet worden sind, wurden beim Umbau komplett entfernt und vermeintlich denkmalgerecht archiviert, wie es der denkmalrechtliche Bescheid vorschrieb. In Wirklichkeit aber wurden die schlanken, hohen Glasbildwerke zerstückelt, um in die Fensteröffnungen der neuen Bischofsresidenz an der Französischen Straße eingepfercht zu werden. Erzbischof Koch bemächtigt sich der aus der Kathedrale geraubten Kunst, um mit den Bleiglasbildern fünf Fenster seines Penthouses zu verblenden. 
Ist es nur die Furcht vor Einblicken oder will er mit der Beutekunst vor Besuchern protzen? Die zweckentfremdet und zerstückelt eingesetzten Trophäen der Denkmalzerstörung werden nichts an der langweiligen Piefigkeit der büroartigen Fassade ändern. Doch das Vorgehen wirft ein Schlaglicht auf die Kulturlosigkeit und den Charakter der Verantwortlichen. Sich Werte anzueignen, für die man zuvor töten oder zerstören muss, wird als Leichenfledderei bezeichnet. 
Ist es tumbe Gleichgültigkeit oder rücksichtslose Ignoranz, die Erzbischof Koch nicht vor kultureller Leichenfledderei zurückschrecken lässt.

Fortsetzung katholischer Tradition?

Ähnliches geschah, nachdem das katholische Spanien im 16. Jahrhundert Mittel- und Südamerika überfallen und die Eingeborenen unterjocht hatte. Deren heilige Stätten wurden geplündert, ihrer Kunstschätze beraubt, und dann zerstört. Auf den Ruinen errichteten die Eindringlinge Tempel und Paläste, die von ihrer Herrschaft künden sollten. 
In Berlin traf es nicht heilige Stätten von Heiden, sondern ein katholisches Gotteshaus, dem kurzerhand vom neuen Erzbischof Koch die liturgische Nutzbarkeit der gesamten Innengestaltung mit all seinen Kunstwerken abgesprochen wurde. 

Communio predigen, aber selbstsüchtig leben

Nun mißbraucht der ursprünglich aus Köln gekommene Erzbischof Koch die farbige Glaskunst der Kirchenfenster, nachdem er die Kathedrale verödete, als hübsche Accessoires für seine neuerbaute Residenz. 
Nach dem Abriss des stabilen und Gemeindehauses aus den 1970-iger Jahren entstand an gleicher Stelle ein exklusiver Wohnturm für die drei Spitzenkleriker des Erzbistums Berlin (Erzbischof, Generalvikar und Dompropst). Die Fensterscheiben des obersten Geschosses, des Penthouses des Erzbischofs, werden zur Französischen Straße mit herausgeschnittenen Teilen der Kathedralenfenster dekoriert.

Leichenfledderer, Grabräuber und dergleichen

Wenn Eroberer ihre erschlagenen Opfer entkleiden und ausplündern, dann gehören sie in die Kategorie ehrloser Schandtäter, zu der Leichenfledderer und Grabräuber gehören. Für derartige Charaktere, auch diejenigen, die heute Vergleichbares tun, ist ein Ort im Inferno reserviert, an dem sich die Gleichgesinnten zusammenfinden werden, um hoffentlich für ihre Taten die angemessene Strafe zu erhalten.

Resümee

Wenn's fieberhaft durchaus im Staate wütet
und Übel sich in Übeln überbrütet.

Wo Missgestalt in Missgestalten schaltet,
Das Ungesetz gesetzlich überwaltet
Und eine Welt des Irrtums sich entfaltet.

Der raubt sich Herden, der ein Weib,
Kelch, Kreuz und Leuchter vom Altare.

(Zitiert nach Goethe aus Faust II  1. Akt)


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