Der denkmalgeschützte Innenraum der Hedwigskathedrale, 1963 von Prof. Hans Schwippert geschaffen.

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Wann endlich ist Woelki weg ?

Woelki 2013: „Das Loch muss weg!“

 

„Das Loch muss weg!“ herrschte der 2011 in Berlin der neu angekommende Woelki all diejenigen an, die seit Jahrzehnten in ihrer Hedwigskathedrale Gott loben und danken.

Der harsche Ton ließ die Gemeinde erstarren. Woelkis hochdotierte Nachäffer folgten in seinem Schatten, bliesen ins gleiche Horn und vernichteten devot folgsam, was Woelki missfiel.

Die Wortwahl eines Redners lässt auf dessen Herkunft schließen.

Im moralischen Sumpf, wo Lug und Trug Gang und Gäbe sind, wird Heiliges, wie die Confessio in St. Hedwig, schamlos entwertet. Einer üblen Wurzel erwachsen natürlich weitere missliche Triebe. Nun wurde „seiner Eminenz“ Verbrüderung mit Sexualverbrechern ruchbar.

Woelkis Wiesel-Worte  

Mit Ausweichen will sich Woelki selbstgefällig aus der Verantwortung stehlen. Eine Scheinentschuldigung ohne Aufrichtigkeit oder Reue soll seine Herrschaft retten. 

 

Öffentlichkeit 2020: „Woelki muss weg“.

Die schon zu lange getäuschte Gesellschaft fordert nun jedoch Konzequenzen. Der sich windende Woeki sollte endlich von dannen kriechen. Seinen ehemaligen Kölner Weihbischofskollegen, den ihm ergebenen Koch, mag er gleich mitnehmen.


 

Links zu aktueller Presse zum erwarteten Rücktritt Woelkis

Welt_Woelki soll abtreten_25.12.2020

Süddeutsche_Betroffene fordern Woelkis Rücktritt_27.12.2020

Bayrischer Rundrunk_Woelki und der Missbrauch_30.12.2020

Neues Ruhr-Wort_Pfarrer fordert Rücktritt von Woelki_30.12.2020 

 

Lektüre zu Woelkis Hinterlassenschaft in Berlin

Es blieb nur ein Fleck_12 / 2014

Tebartz, Woelki und die Millionen_01/ 2015

 

Sonntag, 29. November 2020

Kirche und Kommerz

Weihnachtlich werben Kirchen für Kommerz

 

Süßer die Kassen nie klingen

als zu der Weihnachtszeit,

weil dann die Kirchen fromm singen

mit dem Kommerz Seit’ an Seit’.

 

Das einträgliche Geschäft mit dem Glauben:

Das Erzbistum Berlin gleicht einer Weißwäscherei,

die im gleichen Laden Kohlehandel betreibt.

 

Siehe dazu die Pressemitteilung des Erzbistums Berlin vom 19.11.2020:


 

Link zur Pressemitteilung:

https://www.erzbistumberlin.de/medien/pressestelle/aktuelle-pressemeldungen/pressemeldung/news-title/auch-wenn-vieles-anders-wird-die-hoffnung-bleibtkirchen-und-handelsverband-schalten-die-wei/


Samstag, 31. Oktober 2020

Mit Heiner Koch ins Wasserloch

Im Reich der Olme und Molche

 

Rituale einer amphibischen Höhlensekte

aus karnevalistischer Sicht

 

Erzbischof Koch plant mit staatlicher Förderung für Unsummen ein unterirdisches, mit Beton abgedecktes Tunnelsystem.

Nur eine enge Stiege führt in den Abgrund. Von natürlichem Licht abgetrennt, werden Menschen in ein tiefes Wasserbecken geleitet, in dem sie abtauchen sollen.

Detail aus der genehmigten Bauantragsplanung zum Umbau der Hedwigskathedrale Berlin, die das Erzbistum Berlin verantwortet _mit Hervorhebung der durch Beton verschlossenen unterirdischen Ebene in deren Boden ein Tauchbecken eingesenkt ist.

 

Wieder ist kein Geld zuviel

einem Bischof in Berlin.

Der hat für sein Possenspiel

wohl den Karneval im Sinn.

 

In Verheißung neuen Lebens

steigt hinab mit Zuversicht

manch Betrogener vergebens,

denn dort fehlt das Himmelslicht.

 

Ob es regnet, ob es schneit,

selbst wenn hell die Sonne lacht,

leben dort zu jeder Zeit

Wesen in der ewgen Nacht.

 

Enge Gänge nur durchkriechend

träumt man in der Unterwelt,

Wurm und Wurzel allzeit riechend,

maulwurfgleich vom Himmelszelt.

 

Wesen, die im Höhlengrund

sonnenfern gefangen sind,

zieht es tiefer in den Schlund

und sie werden letzlich blind.

 

Und es stürzen dann die Blinden

auch zu allem Übel noch,

statt erhofftes Heil zu finden,

in ein tiefes Wasserloch.

 


 

 

 


Dienstag, 29. September 2020

Lumpen in Brokat – Missbrauch in der Kirche

Sexueller Missbrauch in der Katholischen Kirche 


„Lumpen“ steht nicht für den Rohstoff zur Wiedergewinnung von Fäden für edle Stoffe, sondern als der Oberbegriff für Gestalten, die ihr unehrenhaftes Wesen mit feinem Zwirn verdecken wollen. Täuscher, Schwindler, Lügner, Hochstapler, Taschendiebe, Betrüger und Gewalttäter verbergen sich auch in teuren Gewändern mit christlichen Symbolen.
Detail der Wandbespannung des Fürstensaals im Fuldaer Schloss bei der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 24.09.2020   Foto: ZDF heute journal update vom 25.09.2020


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Donald Trump hat die aussortierten Spielzeuge seiner Lust mit höheren Schweigegeldern abgefunden, als klerikale Verantwortliche die Opfer des strukturellen, machtbedingten sexuellen Missbrauchs in der Katholischen Kirche entschädigen wollen.
Jahrzehntelang schützte die Katholische Kirche geweihte Gewaltverbrecher in ihren Reihen, vertuschte ruchbar gewordene Taten und ließ die „Brüder“ andernorts weiter sexuelle Gewalt gegen Schutzbefohlene ausüben. Eine freie und unabhängigen Erforschung der Verbrechensursachen und -ausbreitung verhindern die Verantwortlichen weiterhin und entziehen die Täter einer staatlichen Strafverfolgung. Die Katholische Kirche ist daher eine vom Staat privilegierte und mitfinanzierte Organisation, die sich allgemeingültigen rechtsstaatlichen Normen widersetzt. Solange im Kreis der potentiellen Täter und Vertuscher, die Schuldigen nicht identifiziert und rechtsstaatlich zur Verantwortung gezogen worden sind, wird man die Adretten nicht von den Lumpen trennen können.

Der Schutz der Kirche gilt in erster Linie den Tätern. Bei der Abfindung der Opfer, deren Biografien von perfide agierenden Priestern zerstört wurden, orientieren sich die Bischöfe an „zivilrechtlichen Regelungen für Schmerzensgeld“.

Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 24.09.2020 bei der Erledigung der misslichen Folgen des jahrzehntelangen sexuellen Missbrauchs in der Katholischen Kirche – Podium
Foto: ZDF heute journal update vom 25.09.2020    


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Nach Abschluss der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Beschluss einer maximalen Abfindungssumme für Menschen, von denen viele psychisch gebrochen sind, brachte im ZDF-heute journal eine Betroffene das systemische Vorgehen der Kirchenoberen auf den Punkt:

„Es ist, ich sag einfach mal, bischofstypisch. Es ist dieses typische Vorgehen: 
Man fertigt die Menschen einfach ab. Und das nicht nur mit Blick auf Betroffene, sondern ich denke, das ist so ein Kernpunkt des Gesamtsystems:
Menschen werden einfach abgefertigt.“