Montag, 30. Oktober 2017

Selbstbespiegelung

Eine traurige Posse
Ein Mann gestikuliert, parliert und kaum jemand nimmt Notiz davon.
Aufmerksamkeit bleibt versagt, wenn nichts Interessantes geboten wird.
Das ist frustrierend. Wie Abhilfe schaffen?

So baut der Mann sich vor einem Spiegel auf. Er gestikuliert, parliert und ruft, dass es etwas Interessantes zu sehen gibt:
„Schaut, wie schön der Mann dort gestikuliert und parliert!“

Das Spiegelbild bestätigt jede Geste des Mannes, der daraufhin sagt:
„Sehen Sie, der Mann deutet auf mich und sagt über mich:
»Schaut, wie schön der Mann dort gestikuliert und parliert!«“

„Dieser Mann, der mir gegenübersteht, bestätigt alles, was ich tue.
Jetzt wird doch jedem klar werden, was ich Interessantes zu sagen habe.“

Nun ist der Mann zufrieden.
  
Findest Du gemein, ohne Lob zu sein,
so gründe Deinen Lob-Verein !



Gründer und Vereinsvorstand von „hedwig21“ und gleichzeitig Beauftragter des Erzbistums Berlin für Baumaßnahmen an der St. Hedwigs-Kathedrale, Dompropst Przytarski
– Personalunion oder Doppelerscheinung?
(Die Abbildungen sind einem Artikel des „Tag des Herrn“ vom 12.10.2017 entnommen)


Dompropst Przytarski gründete den Verein „hedwig21“



Der Beauftragte des Erzbistums Berlin für Baumaßnahmen an der St. Hedwigs-Kathedrale will anderen weiß machen, dass ein unnötiger Umbau mit gesetzwidriger Zerstörung von Wertvollem, richtig und wichtig sei und Dutzende Millionen Euro kosten dürfe, die er von anderen dafür erhalten möchte.
Weil er keine sinnvollen Argumente vorbringen kann, bleibt der von Ihm vorangetriebene Plan, die liturgisch korrekte und denkmalgeschützte Innengestaltung der Hedwigskathedrale zu zerstören, falsch und gesetzwidrig.


Das mag für den Umbauverfechter frustrierend sein. Wie Abhilfe schaffen?

Dompropst Przytarski gründet und leitet als Vorstandsmitglied einen eigens zur Spiegelung seiner eigenen Aussagen installierten Verein: „hedwig21-Berlin“

Kaum überraschend wiederholt und bestätigt der Verein, genau das, was der
Vereinsvorstand Przytarski in seiner alternativen Inkarnation, als verantwortlicher Beauftragter des Erzbistums Berlin, sagt und schreibt.

Groteskerweise teilte der Pressesprecher des Erzbistums Berlin offiziell mit, das der Verein, dessen Gründer und Vorstandsmitglied der Dompropst ist, unabhängig vom Erzbistum agiert, dessen Beauftragter der Dompropst ist.

„Du siehst mich zwar, aber ich bin es nicht.“


Bilderstürmerei
Die Zerstörung des Ererbten, war zu allen Zeiten und wäre auch hier nur ein Zeichen von Schwäche. Wer das ihm Anvertraute nicht versteht und sich dem Tradierten nicht zu stellen vermag, möchte es entfernen und durch dürftiges Eigenes ersetzen, um vergleichender Wertung zu entgehen.
Wann hört der Umbau-Spuk endlich auf? Selbstbestellte und selbst geführte Schönredner können die geistige Leere des Banalen nicht verdecken.
Der Plan einer Woelki-Arena ist ad acta zu legen, damit Geistliches im Erzbistum Berlin wieder an Bedeutung gewinnen kann?