Der denkmalgeschützte Innenraum der Hedwigskathedrale, 1963 von Prof. Hans Schwippert geschaffen.

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Heiner – Der Vernichter

Gruseliges zum Karneval im Erzbistum Berlin

Inspiriert durch die Stellungnahme der Rechtsvertretung des Erzbischöflichen Ordinariats des Erzbistums Berlin beim Urheberrechtsverfahren vor dem Landgericht Berlin vom 28.06.2019:

„Im Zuge des geplanten Umbaus der St. Hedwigs-Kathedrale wird das streitgegenständliche Gesamtkunstwerk der Urheber vollständig vernichtet.“


Heiners Ambitionen
Hoch hinaus möchte so mancher, der sich klein und bedeutungsarm fühlt.
Welche Rolle kann man spielen, um mehr zu gelten, als man ist?


Bieten seine destruktiven Fähigkeiten Ansatzpunkte für ein neues Erscheinungsbild?
Mit dem Engagement als Akteur beim Theaterfestival 2019 zum Thema „Kaputtmachen“ in der „Werkstatt der Zerstörung“ scheint es nicht geklappt zu haben.




Ob das Foto im Artikel der TAZ ein Vorsprechen bei der Bewerbung als neuer Schauspieler zeigt, ist ungewiss. 


Vielleicht klappt es aber im Filmgeschäft.
In den achtziger Jahren hatte sich ein Österreicher in Amerika als
DER BARBAR
einen Namen machen können.

Da kommt doch die erworbene Geschicklichkeit bei der „vollständigen Vernichtung des Gesamtkunstwerks“ im Inneren der St. Hedwigs-Kathedrale gerade recht.
Wenn schon nicht als bedeutender Kirchenmann, kommt der Heiner vom Rheinland vielleicht als

DER VERNICHTER
in Berlin ganz groß heraus.




Der Traum des kleinen Gernegroß

Gern wär’ er groß
       der kleine Mann,
der kaum was weiß
       und wenig kann.

Gelingt’s ihm nicht,
       was aufzubau’n,
zeigt sich der Wicht
       beim Niederhau’n.

Aus den Trümmern,
       aus den Scherben,
die nicht kümmern,
       will er erben.

Wer hell im Licht
       mag gerne steh’n,
erkennt selbst nicht,
       was alle seh’n:

Wer Machtspiel treibt,
       hält sich für groß,
doch selber bleibt
       er winzig bloß.

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