Der denkmalgeschützte Innenraum der Hedwigskathedrale, 1963 von Prof. Hans Schwippert geschaffen.

Samstag, 25. Mai 2019

Katholische Kirche und FIFA – Männerbündnisse für Eigennutz statt Gemeinwohl

Männerbündnisse für Eigennutz statt Gemeinwohl

Nach Einschätzung der deutschen Gesellschaft trägt die Katholische Kirche
kaum zum Gemeinwohl bei – im Gegensatz zu den von der Kirche proklamierten moralischen Werten und zu den beanspruchten Privilegien als gemeinnützige Organisation und Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Von 137 untersuchten wichtigen Unternehmen und Institutionen belegt die Katholische Kirche einen der hinteren Plätze (102) in Nachbarschaft raffgieriger Konzerne (wie Bayer-„Monsanto“, Deutsche Bank, Facebook) und dubioser Organisationen (wie FIFA, UEFA).

Das zeigt eine repräsentative Erhebung, die erstellt wurde von einer Arbeitsgemeinschaft von Forschungsinstituten (Universität St. Gallen, HHL Leipzig) in Partnerschaft mit dem renommierten Meinungsforschungsinstituts Forsa.


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Autokratische Machtstruktur und Sexismus waren hingenommen

FIFA und Katholische Kirche haben ähnliche Leitungshierarchien, bei denen Frauen weitestgehend ausgegrenzt sind. Trotz inzwischen allgemein akzeptierter Menschenrechte sah die Gesellschaft jahrzehntelang weiter über die anmaßenden Machtansprüche in Männerbündnissen wie den Leitungen von Katholischer Kirche und FIFA hinweg.

Skandale und Hybris lösten längst überfällige Ablehnung aus

Es bedurfte erst der immer grelleren Skandale in der Katholischen Kirche, um deren Ursachen in der Öffentlichkeit zu hinterfragen. Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen, Ausbeutung der Hilfsbereitschaft weiblicher Mitglieder der Kirche und Selbstherrlichkeit des männlichen Leitungspersonals.

Die Ursachen sind struktureller und systematischer Art.
Betroffenheitsrhetorik, Vertröstung und Ablenkung sind die bewährten Reaktionen bei medialer Aufmerksamkeit. Doch diese lange Zeit erfolgreichen Werkzeuge zur Vertuschung verlieren an Wirksamkeit. Selbst die Kirchenmitglieder wenden sich in zunehmendem Maß von der Institution ab, da sie deren Rechtfertigungsversuche als verlogen empfinden und echten Reformwillen vermissen.

Totalumbau Hedwigskathedrale –
Teures Projekt zur Repräsentation und politischen Einflussnahme der Katholischen Kirche in der Bundeshauptstadt

Die vorgeschobenen liturgischen Rechtfertigungsversuche sind längst durchschaut. Es wird Zeit, dass das Erzbistum Berlin den absurden Plan zur Zerstörung von Kulturerbe mit Hilfe staatlicher Mitteln aufgibt, ein Gotteshaus zu einem Tempel der Selbstdarstellung von Kirchenfürsten aufzublasen.
Wenigstens das zentrale Haus der Gebets sollte Erzbischof Koch als Vertreter der Katholische Kirche im Erzbistum Berlin von Machtstreben und Eventkultur verschont lassen.


Echo in den Medien

Auf einige Beispiele sei hier verwiesen

Katholische Nachrichten-Agentur auf katholisch . de
von Alexander Riedel (KNA) |  Berlin - 21.05.2019:
Weit hinter der evangelischen Kirche – und nur knapp vor dem DFB

Tagesschau . de  21.05.2019 14:33 Uhr:
Umfrage zu Gemeinwohl

Süddeutsche . de  21. Mai 2019, 21:31 Uhr:
Gemeinwohl-Ranking
Gut für die Feuerwehr, blöd für die Kirche


Siehe dazu auch folgenden Beitrag auf dieser Internetplattform    

Glaube als Mittel der Politik?
Verwalter einträglicher Markenrechte
Wenn Organisationen edle Ideen für materielle oder politische Zwecke vereinnahmen (FIFA, IOC, Kath. Kirche)

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