Samstag, 8. Oktober 2016

Woelki könnte nun seine Arena in Berlin bezahlen

Kölner Erzbistum erzielt 52 Millionen Euro Überschuss
In der Berliner Zeitung ist am 7. Oktober 2016 diese Meldung der Nachrichtenagentur AFP zu lesen.
Berliner Zeitung_07.10.2016_Seite 4_Meldung der Nachrichtenagentur AFP
Hätte Köln nun 52 Millionen Euro für Berliner Baulust übrig?
Nun braucht Kardinal Woelki seine Kölner Katholiken nur noch für seine skurrile Idee begeistern, die intakte Berliner Kathedrale radikal umzubauen.
Er hatte sich mit Beginn seiner kurzen Amtszeit in Berlin, seiner „Lehrjahre“ für Köln, so sehr gewünscht, eine Kirche nach seinen Vorstellungen zu haben. Der Realisierungswettbewerb, den er initiierte, ergab eine Mehrzweckhalle mit Stuhlkreis. Berliner nennen diesen banalen Entwurf, für den in der Kathedrale mit einem Modell Reklame gemacht wird, treffend und kurz
„Woelki-Arena“
Sicher schmeichelte es dem medienaffinen Kardinal Woelki, wenn für ihn ein derartiges Denkmal gesetzt werden würde. Die Bevölkerung verbände dann seinen Namen für immer mit seiner Zerstörung des von ihm ungeliebten Wiederaufbaus der Kathedrale.

Für den Anfang 43 Millionen Euro nach Berlin überweisen
Die Umsetzung des unnötigen und nur formal begründeten Umbauwunschs soll nach Angaben des Erzbistums Berlin geschätzte 43 Millionen Euro kosten. Mit den 52 Millionen Euro aus Köln wäre sogar noch etwas Luft für die zu erwartenden Mehrkosten, wenn die geplante Hofunterkellerung in das Berliner Grundwasser eindringt und den schlecht tragfähigen Baugrund aufwühlt.

Ist erst einmal begonnen, würden befreundete Politiker sicher aushelfen, wenn es dann zu weiteren Kostenüberschreitungen, wie bei der benachbarten Staatsoper käme. Wer wollte dann schon zulassen, dass durch die mit dem Umbau vorgesehenen Tiefbauten die historische Kathedrale Schaden nimmt, wie es die Friedrichswerdersche Kirche (nur wenige Schritte entfernt) durch ähnliche Baumaßnahmen erleiden musste. Da wird man dann gern, wie es Kardinal Woelki in Bezug auf die Hedwigskathedrale es so treffend ausdrückte „ein paar Millionen mehr in die Hand nehmen“.
 
„ein paar Millionen mehr in die Hand nehmen“  * s. Link zum Woelki-Zitat
Mit der Überweisung der 52 Millionen Euro, würde Kardinal Woelki nicht nur sich eine Freude bereiten, sondern auch seinem Nachfolger aus dem Dilemma helfen. Viele Hardliner bedrängen Erzbischof Dr. Koch, Woelkis Idee umzusetzen, damit sie eine politisch nutzbare Festhalle für die Repräsentation der Katholischen Kirche in der Hauptstadt haben. 

Doch das Repräsentieren fällt schwer, wenn ein Bistum nur knapp der Insolvenz entronnen ist und weiterhin leere Kassen hat, wie das Erzbistum Berlin. 

Bei einem Vermögen des Erzbistums Köln von 3,5 Milliarden Euro, wird es seinem Leiter Kardinal Woelki sicher ein Leichtes sein, lediglich 52 Millionen Euro für den Umbau der Kathedrale zu einer Woelki-Arena nach Berlin zu transferieren.
Die Kontoverbindung wird der ehemalige Berliner Erzbischof noch finden.





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