Samstag, 31. Oktober 2015

"Es ist an der Zeit", Dompropst Rother !

Die Fehlerhaftigkeit eines Artikels wäre einzuräumen, den Dompropst Rother vor zwei Jahren veröffentlichen ließ, um den Umbau der Kathedrale vorzubereiten.
Ein Rückblick auf das, womit Dompropst Rother am 31.10.2013 den Abriss des Inneren der St. Hedwigs-Kathedrale rechtfertigen wollte, macht den mangelnden Wahrheitsgehalt deutlich. Dies zeigen wörtliche Zitate aus der Katholischen Sonntagszeitung, die den Beitrag druckte. Als Stichwortlieferant betätigte sich der Journalist Christian Soyke.
Der Artikel erschien am Tag vor dem 50-jährigen Jubiläum der Altarweihe der wiederaufgebauten Kathedrale. Diesen Anlass wählte Kardinal Woelki, um den von ihm initiierten Realisierungswettbewerb zur beabsichtigten Entfernung dieses einzigartigen Altars zu verkünden.    
Natürlich könnte man diesen fehlerhaften alten Artikel einfach vergessen, wenn das Erzbistum nicht heute noch die unbegründeten Behauptungen kritiklos übernehmen würde (Website, Veröffentlichungen, TV etc.).

Noch in einem Beitrag der Sendereihe "Himmel & Erde" des rbb-Fernsehens
 hörte man die alten, längst überholten Behauptungen von Dompropst Rother.

(Ein Link zu dieser Sendung auf rbb-online findet sich unten.)

In der folgenden Tabelle werden auf der linken Seite die grundlosen Behauptungen von Dompropst Rother zitiert. Rechts werden diesen Ansichten faktische Tatsachen gegenübergestellt, die mit offiziellen Dokumenten belegbar sind:

Wörtliche Zitate von Dompropst Rother aus dem Artikel vom 31.10.2013 in der Katholischen Sonntagszeitung werden kritisch hinterfragt und berichtigt.
 

Wer Fehler nicht selbst eingesteht, muss korrigiert werden.
Politiker nutzen gern Agitation und Propaganda zur Durchsetzung ihrer Machtinteressen. Geistliche sollten nicht auf derartige Methoden zurückgreifen, da Gläubige ihren Worten besondere Bedeutung beimessen. Wenn dabei offensichtliche Unwahrheiten deutlich werden, kann dies dem Ansehen der gesamten Priesterschaft schaden.
Der mit dem Text verursachte Schaden wirkt weiter
Ohne Begründung wurde die Gestaltung der bestehenden Kathedrale herabgesetzt, was zur Verunsicherung der Gläubigen führte.  So sollte der Boden für einen unnötigen Umbau geebnet werden. Das trug zum finanziellen Schaden bei, der dem Erzbistum Berlin daraus erwuchs:
2,3 Millionen Euro Ausgaben zur Diffamierung der Kathedrale
Mit großem Aufwand an kirchlichen Steuermitteln wurde ein dürftiger Umbauentwurf finanziert, der fachlich fehlerhaft und gesetzeswidrig ist. Die Umbauvorbereitung (Planungsstand 08-2015), die nach 0,8 Mio. Euro für den Realisierungswettbewerb zusätzliche 1,5 Mio. Euro Kirchenmittel verschlang, wird in einer nur Auserwählten bekannten kleinen Broschüre gerechtfertigt, die Interessenten bei Dompropst Rother anfordern müssten.  

Ein Bürgermeister würde niemals einen Brandstifter zum Feuerwehrchef ernennen. Im Erzbistum Berlin wird Verantwortung anders vergeben.

Doch mit unserem neuen Erzbischof Dr. Koch kam nun die Hoffnung auf Veränderung.

Quellen:

Das Römische Messbuch, die Grundlage Katholischer Liturgie, sollte eigentlich auch Dompropst Rother bekannt sein. Die Artikel 277 und 299 legen fest, dass ein Umrunden des Altars nicht erforderlich ist. Siehe dazu die Seiten 120/121 und 130/131 in der durch die Deutsche Bischofskonferenz approbierten Übersetzung von 2007:

Beitrag zur St. Hedwigs-Kathedrale in der Sendung „Himmel &  Erde“ des RBB-Fernsehens vom 5. September 2015:


Katholischen Sonntagszeitung vom 31.10.2013 „Es ist an der Zeit“_Interview von Christian Soyke:

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