Der denkmalgeschützte Innenraum der Hedwigskathedrale, 1963 von Prof. Hans Schwippert geschaffen.

Dienstag, 22. Januar 2019

Skandal bei Gorch Fock – folgt bald Heiner Koch

Die Kostenexplosion ist auch beim geplanten Umbau der Hedwigskathedrale in Berlin zu erwarten.

Das ZDF berichtete im heute journal am 21.01.2019 über einen Finanzskandal, den der Bundesrechnungshof rügte.
 
ZDF-heute journal vom 21.01.2019 – Claus Kleber führt in einen Skandal der Verschwendung öffentlicher Mittel ein.

ZDF-heute journal vom 21.01.2019 – Die Kostenexplosion bei der Gorch Fock wird dargestellt und beziffert.


Wie dem Segelschulschiff der deutschen Marine, steht auch dem „Flaggschiff“ des Erzbistums Berlin, der Hedwigskathedrale, eine Kostenexplosion bei geplanten Baumaßnahmen bevor. Bei der Instandsetzung des Schiffes lässt sich die Vervielfachung der Kosten schon beziffern. Für den von Erzbischof Koch beabsichtigten Umbau der Berliner Kathedrale werden die eingetretene Verzögerung und die resultierenden Kostensteigerungen erst jetzt angedeutet. Bald wird der volle Umfang der Steuermittelverschwendung für das unnötige Projekt kirchlicher Repräsentation nicht mehr zu vertuschen sein. Dann erlangt die Katholische Kirche wieder öffentliche Aufmerksamkeit – durch einen Bauskandal.

Bericht des Bundesrechnungshofes als Blaupause für eine Kritik der Vorbereitungen des Umbauprojekts der Hedwigskathedrale

In einem vertraulichen Bericht rügt der Bundesrechnungshof, dass die Bundeswehr die Entscheidung ungenügend vorbereitet hat.

ZDF-heute journal vom 21.01.2019 – Der vertraulicher Bericht des Bundesrechnungshofes wird präsentiert.

ZDF-heute journal vom 21.01.2019 – Bundesrechnungshof prüfte Vorbereitungen und Entscheidungen.



Auszug aus dem vertraulichen Bericht des Bundesrechnungshofes

Mitteilung an das Bundesministerium der Verteidigung
über die Prüfung
der Instandsetzung des Segelschulschiffes
GORCH FOCK
Teil 1: Vorbereitung der Instandsetzung und der Entscheidungen zu ihrer Fortsetzung

ZDF-heute journal vom 21.01.2019 – Text der Rüge wegen ungenügender Vorbereitung von Baumaßnahmen


Wörtlicher Auszug aus dem Bericht des Bundesrechnungshofes auf Seite 8: 

 „Der Bundesrechnungshof beanstandete die Durchführung der Instandsetzung9.  Er stellte fest, dass die Bundeswehr die Entscheidung ungenügend vorbereitet hatte. So war weder der Zustand des Schiffes vor der Maßnahme ausreichend analysiert noch eine detaillierte Leistungsbeschreibung erstellt worden. Durch die fehlerhafte Vorbereitung des Vorhabens traten erst nach Beginn der Arbeiten erhebliche Mängel zutage, deren Beseitigung nachträgliche Leistungserweiterungen und mehrfache Änderungen des Werkvertrages erforderten und die Kosten erhöhten. Aus Zeitdruck entschieden die Verantwortlichen, auf die sonst übliche Zustandsanalyse zu verzichten. Dadurch wurden vorhandene Probleme nicht erkannt und kostenträchtige Nachbesserungen in Kauf genommen. Der Bundesrechnungshof monierte außerdem das Fehlen einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. In Anbetracht des Alters des Schiffes und des Leistungsumfangs der Instandhaltung hätte es einer umfassenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchung bedurft, die auch die voraussichtlichen Lebenswegkosten berücksichtigt. Zudem wurde nicht geprüft, ob ein Neubau wirtschaftlich gewesen wäre.“


Der Bericht des Bundesrechnungshofes ist die Vorlage für eine Kritik der Vorbereitungen des Umbauprojekts der Hedwigskathedrale

Die Rüge des Bundesrechnungshofes ließe sich fast wörtlich auf die mangelhaften Vorbereitungen des unnötige Großprojekts des Erzbistums Berlin übertragen, denn auch hier sollen staatliche Mittel aus Bund und Land ver(sch)wendet werden.

Auf den Umbauplan des Erzbistum Berlin zu präzisierende Rüge

Lediglich die Namen der Gegenstände und Beteiligten sind zu konkretisieren.


Es ist zu rügen, dass das –Erzbistum Berlin– „die Entscheidung ungenügend vorbereitet hatte. So war weder der Zustand des –historischen Gebäudebestands– vor der Maßnahme ausreichend analysiert noch eine detaillierte Leistungsbeschreibung erstellt worden. Durch die fehlerhafte Vorbereitung des Vorhabens traten erst nach Beginn der Arbeiten erhebliche Mängel zutage, deren Beseitigung nachträgliche Leistungserweiterungen und mehrfache Änderungen des Werkvertrages erforderten und die Kosten erhöhten. Aus Zeitdruck entschieden die Verantwortlichen , –Kardinal Woelki und Erzbischof Koch–, auf die sonst übliche Zustandsanalyse zu verzichten. Dadurch wurden vorhandene Probleme nicht erkannt und kostenträchtige Nachbesserungen in Kauf genommen. Der Bundesrechnungshof monierte außerdem das Fehlen einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. In Anbetracht des Alters des –Gebäudebestands– und des Leistungsumfangs der Instandhaltung hätte es einer umfassenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchung bedurft, die auch die voraussichtlichen Lebenswegkosten berücksichtigt. Zudem wurde nicht geprüft, ob ein Neubau wirtschaftlich gewesen wäre.“


Nur ein sofortiger Stopp der Umbauvorbereitungen bei der Hedwigskathedrale bewahrt die Katholische Kirche vor dem Bauskandal.

Kardinal Marx in der Erzdiözese München und Freising war klug genug, das aus dem Ruder laufende Bauprojekt auf dem Freisinger Domberg einzustellen, bevor seine Reputation als Verantwortlicher Schaden nimmt.

Wird sich Erzbischof Heiner Koch endlich auch den Ratschlägen und Mahnungen der Fachöffentlichkeit Gehör schenken und seine Entschlüsse revidieren, die auf ungenügenden fachlichen Grundlagen und einseitiger Beratung beruhten? Es wäre ihm und der durch viele Probleme arg gebeutelten und ständig kleiner werdenden Schar von Kirchenmitgliedern zu wünschen.

Ein Stopp des fragwürdigen Kathedralumbaus 
wäre ein Segen für die Katholische Kirche. 

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