Mittwoch, 31. Oktober 2018

Auslöschung von Geschichte im Erzbistum Berlin

Damnatio memoriae (lateinisch für „Verdammung des Andenkens“) steht für eine demonstrative Tilgung des Andenkens an Personen oder Ereignisse durch die Nachwelt. Es ist der Begriff für ein Machtmittel von Diktaturen.

Herrschaft, die sich nicht auf Geist, Genie und Gestaltungskraft, sondern nur auf Gehorsam, Geld und Macht stützt, ist eine Diktatur.

Diktatoren unterdrücken das argumentative Aufzeigen von Alternativen.
Erinnerung an geistvolle Zeiten ermöglicht Vergleiche und demaskiert so die Unzulänglichkeit mancher Herrschenden.
Daher löschen Diktaturen die Erinnerung an Vorausgegangenes aus.

Es gibt viele Beispiele in der Geschichte:
Stalin tilgte den Namen seines Widersachers Trotzki.
Walter Ulbricht sprengte Kirchen und andere Kulturdenkmale.
Kim Jong Il entledigt sich der Personen, die ihm widersprechen.
In George Orwells Roman 1984 werden Unpersonen rückwirkend aus Zeitungen und  Medien entfernt – sie werden „vaporisiert“ ... 

Das Erzbistum Berlin will die Erinnerung an die eigene Bistumsgeschichte auslöschen, indem baulichen Spuren des Wirkens früherer Bischöfe getilgt werden und ein gesetzlich geschütztes Denkmal zerstört wird – die Innengestaltung der Hedwigskathedrale in Berlin.

Die Vorbereitung erfolgte mit diktatorischen Mitteln, verbrämt mit demagogischen Texten – ausgelöst von Erzbischof Woelki und diensteifrig weitergeführt vom derzeitigen Erzbischof Koch.

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