Freitag, 31. März 2017

Heilige und Scheinheilige

Heilige
Sie taten selbstlos Gutes und wurden zu Vorbildern.
Scheinheilige 
Sie tun sich selbst hervor durch Reden über Heilige, um Eigeninteressen zu verfolgen und ihre Karriere zu fördern.


Die Heilige Hedwig und 
der Verantwortliche der Kathedrale



Seit 2014 fehlt der St. Hedwig die Kirche der Hand. Nun droht auch auch der Verlust der Gestaltung der ihrer Kathedrale.

Diebe entwendeten 2014 ein Teilstück der Lindenholzplastik der Patronin unserer Kathedrale. Das Kirchenmodell, das die Heilige Hedwig in ihrer Hand hielt, wurde gestohlen und fehlt seitdem.
Restauratoren könnten nach vorliegenden Bestandsfotografien den Schaden leicht beheben und den Zustand wiederherstellen, der dem Original entspricht. Doch auch im dritten Jahr nach dem Verlust hat das Erzbistum keine Reparatur durchführen lassen, die der Patronin respektvoll die Würde wiedergäbe.

Diese Vernachlässigung können die Verantwortlichen nicht mit Geldmangel entschuldigen. An anderer Stelle wird finanziell nicht gespart: 130 000 Euro ließ sich Dr. Koch, der Familienbischof der DBK, seinen Osterbrief 2016 an alle Männer (und Haushaltungsvorstände) im Erzbistum Berlin kosten. Mindestens 2,3 Millionen Euro wurden bisher schon für das Verfolgen der Umbauwünsche der Erzbischöfe Woelki und Koch ausgegeben. Dafür soll der Hl. Hedwig nochmal ihre Kirche genommen werden, indem die bestehende Gestaltung der ihr gewidmeten Kathedrale zerstört wird. Soweit die belegbaren Fakten.

Nun kommt Dompropst Przytarski und will mit seinem Rundbrief vom 26.03.2017 das Andenken an die vernachlässigte Heilige Hedwig für die Umbaupläne an der Kathedrale instrumentalisieren, die er im Auftrag Woelkis und Kochs vorantreibt. Woelkis Protegé Przytarski handelt damit dienstbeflissen nur nach Anweisung. Der Lohn für Vasallentreue ist eine Karriere im Windschatten der Herrschenden.

Für die profanen Ziele des Erzbistum Berlins, mit denen der Dompropst die Patronin in Verbindung bringt, hätte die Heilige Hedwig sich niemals prostituiert.

Anhand der originalen Auszüge aus dem Brief des Dompropstes kann sich jeder Leser ein eigenes Urteil bilden.
Zur besseren Orientierung wird jedes Originalzitat mit einer zuordnenden Überschrift versehen, die farblich abgesetzt wird.



Zeichen des Absenders:
Der neue Dompropst Przytarski:

Der Brief von Prälat Przytarski vom 26.03.2017 wird originalgetreu in Auszügen wiedergegeben.




Die „kalte“ Enteignung der Domgemeinde St. Hedwig,
der das Gotteshaus seit der Schenkung durch Friedrich II. 240 Jahre gehörte:    

Ein Erzbischof stellt sich gegen jeden fachlichen Rat,
den 100 internationale Fachleute ihm gaben und will Denkmalrecht verletzen:    

Über Verstorbene soll man nicht schlecht reden,
wenn man nicht nachprüfbar belegt, was Kardinal Sterzinsky unterstellt wird:


Nach der salbungsvollen Einleitung folgt Propaganda.
Das Jubiläum der Heiligsprechung Hedwigs bietet den Vorwand:




Es gibt keine Umbaugründe. Nur eine Sanierung ist nötig.
Die geplante Fußbodenheizung, die enorme Wärmedämmung erfordert, ist für Kuppelkirchen bauphysikalisch unsinnig und würde zu Feuchteschäden führen:    


Sinnvoll wäre die behutsame Sanierung der Kathedrale,
die nur ein Bruchteil der Dutzenden Millionen Euro eines Totalumbaus kosten würde.    

Kostenexplosionen von Projekten im feuchten Berliner Baugrund,
sind zu erwarten, wie Fachleute und Berliner Bürger an vielen Beispielen erleben:





Allgemeine Steuermittel geben Politiker für Denkmalzerstörung.
Vielleicht werden Bürger diese gesetzwidrige Verschwendung für Zwecke der Repräsentation des Klerus bei ihrer Beurteilung von Politik und Kirche bedenken.    


Millionenverschwendung bremst private Spendenbereitschaft.
Christen sollten ihre bescheidenen Geldbeträge besser selbst für karitative Aufgaben bereithalten, als sie der verschwenderischen Kirche zu überlassen.

Katholiken wollen die Kathedrale und keinen neuen Leuchtturm.
Kritik wird es weiter geben. Wer soll die Zerstörung der Kathedrale „begleiten“?

Den hier in Auszügen wiedergegebenen Brief unterzeichnete der Dompropst, Prälat Przytarski:
Es ist geläufige Strategie bei der Übernahme von Immobilien, unnötige Umbaumaßnahmen für die Verfolgung von Interessen zu instrumentalisieren, die jenseits der Nutzungsbedürfnisse liegen. Im Wohnungsbau dienen sogenannte „Sanierungen“ hauptsächlich der Gewinnmaximierung durch Mietsteigerungen.

Die neuen Eigentümer der Kathedrale ähneln damit den Protagonisten der Immobilienwirtschaft, die nur im Eigeninteresse auf Kosten der Nutzer umbauen und daher mit einem Begriff charakterisiert werden – „Heuschrecken“.


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