Donnerstag, 17. September 2015

17 – St. Hedwigs-Kathedrale_Warten auf Transparenz und Teilhabe


Gläubige interessiert, was mit Ihrer Kathedrale geschieht, doch …
Seit geraumer Zeit nehmen wir ein Klima von Intransparenz und Verheimlichung wahr, was den Realisierungswettbewerb und den Umgang der Kirchenleitung mit seinem Ergebnis betrifft. Wir befürchten die übereilte Unterzeichnung eines Bauantrages durch den Erzbischof auf Drängen der Umbauverfechter im Domkapitel und der Deutschen Bischofskonferenz.

In den Pressemitteilungen ist zu lesen …
„Seit dem Wechsel von Kardinal Rainer Maria Woelki vor einem Jahr nach Köln ruht das Sanierungsprojekt weitgehend. Eine grundsätzliche Entscheidung über den Fortgang muss nun Koch treffen.“ (KNA vom 17.09.2015)
Die weitgehende Ruhe hat das Erzbistum lt. Pressemeldung vom 10.12.2014 1,5 Mio. Euro gekostet, die für Umbauplanungen ausgegeben werden. Die Pressestelle vermeldete: „Das Erzbistum Berlin nutzt die Zeit der Vakanz, um für einen neuen Erzbischof die Grundlagen für eine endgültige Entscheidung über die Umgestaltung der St. Hedwigs-Kathedrale zu schaffen.“
In der Internetpräsenz des Erzbistums wird angegeben, dass dies geschieht, „Damit der neue Erzbischof eine fundierte Entscheidung fällen kann …“
Nachdenken ja, aber nur über den Baubeginn entscheiden ?
Auf der selben Seite ist in der  Internetpräsenz des Erzbistums zum Wettbewerb zu lesen: „Von daher gingen alle Überlegungen aus, anlässlich der Sanierung über eine Umgestaltung nachzudenken.“ und in fetten Buchstaben folgt der Satz:
„Eine Entscheidung zum tatsächlichen Baubeginn – ganz unabhängig von allen anderen Fragen – bleibt dem neuen Erzbischof von Berlin vorbehalten.“
Ein Erzbischof, der nur über den Termin der Grundsteinlegung für den Umbau entscheiden darf?
„Eine Entscheidung zum tatsächlichen Baubeginn – ganz unabhängig von allen anderen Fragen – bleibt dem neuen Erzbischof von Berlin vorbehalten.“
Was sagt einer der Planer des Umbaus, Leo Zogmayer ?
In der rbb-Radio-Sendung vom 13.09.2015 nimmt der Planer die Bodenöffnung in der Kathedrale als Methapher für Kommunikationsprobleme und vergleicht ihre Wirkung mit der Berliner Mauer „… ich formulier's für mich so: Wo es die Mauer gab, gibt’s noch immer einen Graben …“. Bei etwas mehr Teilhabe würden viele Gläubige gern mit Herrn Zogmayer  über deutscher Geschichte, die Bistumsgeschichte und der theologischen Bedeutung des Entwurfs des westdeutschen Architekten Hans Schwippert reden.

Ein wenig mehr Transparenz und Teilhabe ist von Nöten




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